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Dormagen: Sonntag Bürgerentscheid zur Römer-Therme

Dormagen : Sonntag Bürgerentscheid zur Römer-Therme

Rund 50 700 Dormagener können Sonntag beim ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der Stadt über die Zukunft des Freibades Römer-Therme abstimmen. Mehr als 5500 Briefwähler haben bereits ihre Stimme abgegeben, morgen können die übrigen Dormagener in sieben Stimmlokalen wählen gehen.

Eine Mehrheit von mindestens 7616 Dormagenern muss für das vom TSV Bayer Dormagen als Betreiber des Freibades initiierte Anliegen "Soll das Dormagener Freibad 'Römer Therme' erhalten werden?" mit "Ja" stimmen, damit der Entscheid erfolgreich ist. Mehr als 12 000 Unterschriften hatte der TSV für den Erhalt des Bades gesammelt, das ohne Zuschuss am Jahresende schließen wird.

Ist der Entscheid erfolgreich, muss die Stadt sich bis zur Höchstgrenze von 200 000 Euro jährlich an den Therme-Kosten beteiligen.

Die Initiative "Mehr Demokratie" kritisiert die geringe Anzahl der Stimmlokale. Statt der bei Wahlen üblichen 23 Wahlbezirke gibt es nur fünf Stimmbezirke mit sieben Stimmlokalen. "Das ist für eine Stadt mit 63 000 Einwohnern definitiv zu wenig", bemängelt "Mehr Demokratie"-Landesgeschäftsführer Alexander Trennheuser, dass viele Dormagener zur Stimmabgabe in andere Stadtteile fahren müssten, was die Teilnahme am Bürgerentscheid unnötig erschwere.

SPD-Fraktionsvorsitzender Bernhard Schmitt setzt sich weiter für den Erhalt der Therme ein: "Wir unterstützen die Unterhaltung der Hallenbäder mit jährlich 1,2 Millionen. Im Vergleich dazu sind die maximal 200 000 Euro, die für den Weiterbetrieb der Römer-Therme aufgewendet werden müssten, gering." SPD-Ratsmitglied und TSV-Vorsitzender Karl-Josef Ellrich rief zur Stimmabgabe auf: "Es geht um den Erhalt eines einzigartigen Angebotes in Dormagen für Freizeit- und Leistungsschwimmer und natürlich auch um Arbeitsplätze."

(cw-)