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Rheinberg: Underberg-Freibad soll Ende Mai öffnen

Schwimmen in Rheinberg : Underberg-Freibad soll Ende Mai öffnen

Die Stadt hofft, dass die Corona-Schutzbestimmungen einen Schwimmbetrieb ermöglichen. Der Rheinberger Sportausschuss verabschiedete erstmals eine Haus- und Bäderordnung für die städtischen Bäder.

Wenn alles so läuft, wie es sich die Stadt Rheinberg wünscht, kann das Underberg-Freibad am 28. Mai öffnen. Technisch und organisatorisch sei es im betriebsbereiten Zustand, sagte am Mittwoch die zuständige Fachbereichsleiterin Helga Karl. Derzeit warte die Stadt auf die Ergebnisse der Wasserproben und rechne mit guten Ergebnissen.

Voraussetzung für eine Öffnung des Bades ist, dass die Corona-Schutzverordnung dies zulässt. Helga Karl: „Und eben hier liegt auch die Unsicherheit: Je nach Vorgaben der Corona-Schutzverordnung, die ab dem 15. Mai wieder in neuer Version gelten wird und bislang noch nicht bekannt ist, ist ein neues Hygienekonzept zu schreiben und anzuwenden. Welche Vorschriften dann zu beachten sind und welche Auflagen wir erfüllen müssen, bleibt abzuwarten. Wir werden uns sehr bemühen, alle Auflagen umgehend zu erfüllen und so schnell wie möglich zu öffnen.“

Unterdessen hat Marco Steinert von der Unternehmensberatung Altenburg im Sportausschuss den Abschlussbericht zu den Rheinberger Bädern vorgestellt. Die Stadt hatte Altenburg vor drei Jahren damit beauftragt, herauszufinden, wie sich Organisation und Betrieb in den Einrichtungen besser gestalten ließen. 2019 hatte die Unternehmensberatung bereits einen Zwischenbericht vorgestellt, der Hoffnung machte.

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Jetzt zeichnete Steinert ein positives Bild. Betriebstagebuch, Betriebscheckliste, Notfall- und Rettungschecklisten sowie regelmäßige Treffen mit Haupt- und Ehrenamtlichen – das alles sei inzwischen verankert. Zudem seien die Öfnungszeiten angepasst und die Personaleinsatzplanung optimiert worden. Auch die Zuständigkeiten in der Stadtverwaltung – was macht der Fachbereich Schule, Sport, Kultur, was das Immobilienmanagement? – seien geklärt. Steinert: „Das Immobilienmanagement bleibt für die technischen Dinge wie die neue Chlorgasanlage verantwortlich.“ Geregelt ist auch der Umgang mit Gefahrenstoffen, mit Chlor ebenso wie mit speziellen Reinigungsmitteln für Bäder. Abschließend kam der Unternehmensberater im Sportausschuss zu dem Fazit: „Sie haben Bäder, die sich für eine Stadt Ihrer Größenordnung absolut sehen lassen können.“

Erstmals hat die Stadt auch eine Haus- und Badeordnung für die städtischen Bäder verabschiedet. Darin sind im Wesentlichen Punkte geregelt, die eigentlich selbstverständlich sein müssten: Man muss sich als Besucher so verhalten, dass nichts und niemand zu Schaden kommt; es ist verboten, zu rauchen oder Alkohol zu trinken. Auch ist es nicht erlaubt, Musikinstrumente, Tonwiedergabegeräte oder Fernsehgeräte in den Bädern zu benutzen. Badegäste, die sich ohne fremde Hilfe nicht sicher fortbewegen oder an- und auskleiden können, ist die Benutzung des Bades nur zusammen mit einer Begleitperson gestattet. Kleinkinder, Nichtschwimmer und unsichere Schwimmer müssen immer geeignete Schwimmhilfen tragen. Besucher, die eine Neigung zu Krampf- oder Ohnmachtsanfällen haben, oder solche, die Gefahren im Schwimmbad nicht einschätzen können, müssen dies dem Badpersonal mitteilen, damit klar ist, ob sie eine Begleitung benötigen. Zudem weiß das Personal dann gegebenenfalls, wie es im Fall des Falles reagieren muss. 

Kostenpflichtiger Inhalt Auch die Frage der Badekleidung ist geklärt. Die Formulierung lautet nun: „Der Aufenthalt im Nassbereich der Rheinberger Bäder ist nur in üblicher Badebekleidung sowie Neoprenanzügen gestattet. Aus hygienischen Gründen haben Säuglinge und Kleinstkinder Schwimmwindeln zu tragen.“ Kostenpflichtiger Inhalt Das Tragen von Burkinis, darauf wurde ausdrücklich hingewiesen, sei gestattet.

Auf Hinweis von Sebastian Nehnes (AfD) wird eine redaktionelle Änderung an der Haus- und Badeordnung vorgenommen: Ihm war aufgefallen, dass versehentlich von „Bundesseuchengesetz“ die Rede war. Seit 2001 heißt es Bundesinfektionsschutzgesetz.

Der Sportausschuss beschloss die Haus- und Bäderordnung einstimmig.