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Dormagen: Schüler durch Brandschutztür verletzt

Dormagen : Schüler durch Brandschutztür verletzt

Die Brandschutztüren in Dormagener Schulen können offenbar ein Sicherheitsrisiko darstellen. In der Grundschule Burg musste bereits nachgebessert werden, in Zons verletzte sich eine Schülerin schwer.

Der offene Bruch am Finger einer Sechsjährigen lenkt die Aufmerksamkeit auf Brandschutztüren in Dormagener Schulen. Die schweren Sicherheitstüren sind gerade für kleinere Schüler ein Risiko, wenn sie unkontrolliert zufallen. Beispiel Zons: An der Friedrich-von-Saarwerden-Schule geriet die Hand der Sechsjährigen zwischen Rahmen und Tür. Beispiel Hackenbroich: An der Grundschule Burg hat die Stadt bereits nachgerüstet und die Türen zusätzlich gesichert.

Im zuständigen Betriebsausschuss der städtischen Eigenbetriebe brachte die FDP-Fraktion das Thema auf die Tagesordnung. "Wir wollen wissen, wer in solchen Fällen für die Nachbesserung verantwortlich ist", sagt FDP-Chef Torsten Günzel. Klare Antwort im Ausschuss: zunächst die Schulen. Sie sind aufgefordert, Probleme mit den Brandschutztüren an die Stadt zu melden. Umgehend würde dann geprüft und gegebenenfalls nachjustiert. Wie in Hackenbroich, wo die Türen nun zusätzlich von einer Magnetsicherung gehalten werden.

"Wenn viele Kinder gleichzeitig durch die Tür strömen, dann reicht die einfache Flügelsicherung nicht aus, die Tür kann zufallen. Um dies zu vermeiden, haben wir die Magnetlösung gewählt", sagt Uwe Scheler vom Eigenbetrieb Dormagen, der für das Gebäudemanagment der Stadt zuständig ist. Für den Brandschutz sei es nicht notwendig, dass die Türen grundsätzlich geschlossen sind. "Die Türen lösen über einen Rauchmelder automatisch aus und schließen", sagt Scheler.

In Zons wurde die betreffende Tür im ursprünglichen Zustand belassen, die Stadt geht nach ihrer Prüfung von einem Einzelfall aus. Ungeachtet des Unfalls gab die Schulleiterin der Friedrich-von-Saarwerden-Schule, Renate Zündorf, gegenüber der NGZ an, die Problematik mit der Tür nicht zu kennen. Anders in Hackenbroich, wo die stellvertretende Rektorin Christine Foth die Nachbesserung bestätigt.

Dort und in allen anderen Einrichtungen gilt: "Bei entsprechenden Meldungen aus den Schulen werden wir sofort handeln", sagt Uwe Scheler. Für Günzel ist die Konsequenz deshalb klar: "Alle Schulleiter müssen informiert werden."

(NGZ/rl/jco/ac)