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Dormagen: Erik Lierenfeld ist neuer Parteivorsitzender der SPD

Dormagen : Erik Lierenfeld ist neuer Parteivorsitzender der SPD

Seit Donnerstag, 20.45 Uhr, haben die Dormagener Sozialdemokraten einen neuen Parteivorsitzenden: Der 26 Jahre alte Erik Lierenfeld bekam 62 Prozent der abgegebenen Stimmen und setzte sich damit deutlich gegen seinen Mitbewerber, den Dormagener Ortsvereins-Vorsitzenden Carsten Müller durch. Lierenfeld löst Regina Nawrot ab, die nicht mehr kandidierte.

Müller war auch gleich der erste Gratulant des neuen Partei-Chefs. Der zeigte sich glücklich über das Votum der 61 Mitglieder in der Kulturhalle. Offenbar genoss er durch sein Amt als stellvertretender Bürgermeister bereits einen leichten Sympathievorsprung, denn beide Kandidaten boten überzeugende persönliche Vorstellungen. Lierenfeld nannte als vordringlichstes Ziel, Mitglieder und Sympathisanten zu gewinnen, um die anstehende Arbeit in den Wahlkämpfen auf Bundestags- und auf kommunaler Ebene bewältigen zu können. "Das alles muss gut organisiert werden und dafür benötigen wir neue Kräfte — aus allen Altersgruppen", sagte Lierenfeld. Er selbst stellte sich als einen Typ vor, "der sich nicht den Mund verbieten lässt und klar Position bezieht". Wichtig sei es, so sagte der Teamleiter im Jobcenter in Meerbusch, ein überzeugendes Wahlprogramm für die Kommunalwahl aufzustellen. "Wir müssen Antworten auf die Probleme der Bürger haben." Er will Expertenrunde einrichten und intensiv den Dialog mit den Bürgern suchen.

Carsten Müller nannte die Bäder und die Schullandschaft als zentrale Themen der nächsten Wochen. Er warb um Unterstützung bei den Ortsvereinen und der Arbeitskreise. "Wir brauchen eine starke SPD. Die Arbeit muss gut organisiert und auf starke Schultern verteilt werden."

In seinem Grußwort kritisierte der SPD-Bundestagskandidat Klaus Krützen die Einflüsse der Globalisierung auf das Leben der Menschen. "Wir wollen keine marktkonforme Demokratie. Die Bürger sollen selbst entscheiden, wie sie leben und arbeiten sollen." Zudem warb er für die zweite Gesamtschule: "Denn wir müssen sagen, wo die Kinder die gleichen Bildungschancen haben."

(NGZ/url)