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Dormagen: 50 Jahre Christuskirche wird im Juni gefeiert

Dormagen : 50 Jahre Christuskirche wird im Juni gefeiert

Im Jahr 1963 wurde die evangelische Christuskirche mit ihrem charakteristischen Turm gebaut. Das Jubiläum ist gut vorbereitet.

Die "Dormagener Sprungschanze" nennt Pfarrer Frank Picht das charakteristische Äußere der Christuskirche und gibt damit den Spitznamen für das Gebäude der evangelischen Kirche wider, das vor 50 Jahren errichtet wurde. Dieses Jubiläum feiern die Protestanten vom 7. bis 9. Juni, auch wenn der Tag der "In-Dienst-Stellung" am Reformationstag, 31. Oktober 1963, war. "Dann werden wir sicher im Rahmen des Reformationsgottesdienstes auch an dieses Ereignis erinnern", erklärt Picht.

Die große Geburtstagsfeier der Christuskirche beginnt mit den "Beatles". "Ein Jahr älter als die Kirche wären die Beatles, wenn es sie denn noch gäbe", sagt Picht, der jedoch mit der "Beatles-Forever-Band" einen guten "Cover-Ersatz" für die "Fab Four" gefunden hat. Die Band spielt zum Auftakt des Jubiläums am Freitag, 7. Juni, ab 19.30 Uhr im Gemeindesaal an der Ostpreußenallee 1. "Das soll ein Party-Auftakt für unser Fest werden", erklärt Pfarrer Picht.

Einen Tag später steht ein großes Festkonzert an. Am Samstag, 8. Juni, wird im Rahmen der "Reihe-8-Konzerte" von Kantor Christian Stähr ab 19.30 Uhr in der Christuskirche das bekannteste Christus-Oratorium, der "Messiah" von Georg Friedrich Händel aufgeführt. Es singen die Solisten Elisa Rabanus (Sopran), Christine Wehler (Alt), Lothar Blum (Tenor), Thomas Bonni (Baß) und die Dormagener Kantorei, es spielt das Bläserensemble "Concert Royal" aus Köln. Die Leitung hat Christian Stähr. "Die Solisten und das Orchester sind vertraute Partner der Reihe 8, und gemeinsam mit Händels prächtiger Komposition wird es ein festlicher Abend", verspricht Stähr. Anders als bei den anderen Reihe-8-Konzerten ist aufgrund der Länge und des Aufwands der Eintritt ausnahmsweise nicht auf Spendenbasis. Eine Karte kostet 14 Euro.

Für Sonntag, 9. Juni, ist der Festgottesdienst zum Jubiläum in der Christuskirche geplant, woran auch Superintendent Hermann Schenck teilnehmen wird. Anschließend wird es einen Empfang im Gemeindehaus und ein Fest für die Gemeinde und die Gäste geben.

Die Christuskirche wurde in den Jahren 1962 bis 1963 gebaut, nachdem die Vorgängerkirche, die heute als Gemeindesaal genutzt wird, zu klein geworden war. "In der sehr katholisch geprägten Region liegen die Wurzeln unserer Gemeinde mit der in Monheim zusammen", sagt Pfarrer Picht. So hat der Monheimer Pfarrer Dormagen mitbetreut und ist dafür früher mit dem Piwipper Bötchen über den Rhein gefahren. "In den 1920er Jahren wurde im Hinterzimmer eines Gasthauses der evangelische Gottesdienst gefeiert, ein Jahrzehnt später zog die Gemeinde in das Haus mit Türmchen", so Picht. Als dann nach dem Zweiten Weltkrieg viele protestantische Flüchtlinge nach Dormagen kamen, platzte der Gemeindesaal aus allen Nähten. "Damals hat man in großen Dimensionen geplant und vielleicht auch die Entwicklung unterschätzt", sagt Picht und weist auf den großen Innenraum der Christuskirche hin. Da sich durch das Zechensterben jedoch Anfang der 1960er Jahre viele ehemalige Bergleute Richtung Dormagen aufmachten, um bei Bayer zu arbeiten, war die junge Christuskirche ein großer Anziehungspunkt für die evangelischen Christen.

Von der Bauphase, der Grundsteinlegung und dem Richtfest der Christuskirche existiert ein Film, der beim Gemeindefest auch vorgeführt werden soll: "Es ist schön, auf den bewegten Bildern von vor 60 Jahren das alte Dormagen zu entdecken", sagt Picht, der für die Dokumentation noch alte Fotos von Konfirmationen sucht.

(NGZ/rl)