Dormagen - Galerie-Werkstatt präsentiert abwechslungsreiche Kunstfotografie

Kunstverein Galerie-Werkstatt Dormagen stellt aus : Galerie-Werkstatt zeigt Kunstfotografie

„Monochrom bis bunt“ lautet der Titel einer noch bis 4. Oktober bei der Galerie-Werkstatt in Dormagen laufenden, technisch wie inhaltlich abwechslungsreichen Ausstellung.

Seit Samstag ist die neue Ausstellung des Kunstverein Galerie-Werkstatt Bayer-Dormagen geöffnet. Unter dem Titel „Monochrom bis bunt“ werden Fotografien der verschiedensten Thematiken präsentiert. Ein übergeordnetes Thema gibt es nicht und der Titel wurde recht kurzfristig gewählt, so dass auf den Einladungen dieser auch nicht erscheint. Merklich wird dies auch in der Ausstellung selbst. Jeder Fotograf hat seinen eigenen Bereich, den er nach seinem eigenen Thema gestaltet hat.

Ellen Euler beispielsweise präsentiert eine bunte Fischwelt. „Wir sind in einer Gruppe in den Aquazoo Düsseldorf gefahren. Dort haben wir faszinierende Aufnahmen gemacht, die ich gerne präsentieren wollte“, erzählt die Künstlerin. So eröffnen sich dem Betrachter Kugelfische, Seeigel und andere Wasserlebewesen, die in den unterschiedlichsten Farben leuchten. Da ihre Werke auf Alu-Dibond gedruckt sind, wirken die Farben noch intensiver. „Das schwierigste war, die sehr flinken Fische überhaupt richtig auf Film zu bekommen. Das hat nicht immer funktioniert“, so Euler. Auch Rainer Schemmel hat einige Fotos aus dem Aquarium aufgehängt. Nur durch diese ist der Rest der Gruppe auf diese Möglichkeit aufmerksam geworden.

Nebenan werden diverse Fotos von indischen Menschen präsentiert. Frauen und Männer. Mit Turban und ohne. Verschiedene Kasten. Alle starren oder lächeln den Betrachter in der Raummitte an. Eine merkwürdige und doch faszinierende Erfahrung. Der Künstler Hans-Günter Winterhoff war bei der Ausstellungseröffnung leider nicht selbst vor Ort.

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Wolfgang Dobsch hat lediglich drei seiner Werke ausgestellt. Architektur ist sein Thema. „Ich wurde relativ kurzfristig gefragt, ob ich auch etwas ausstellen kann. Daher sind es nur drei Werke geworden.“ Zwei seiner Fotografien zeigen moderne Bauten, eines eine Ruine. Ein sehr krasser Kontrast, der aber wirkt.

Die ebenfalls nicht anwesende Künstlerin Brigitte Filonardi präsentiert Bilder von Sizilien und Schmetterlingen. Eine Schale hat sie dabei mit einem Artprogramm fotografiert, so dass es mehr wie ein Gemälde als ein Foto wirkt. Die Schmetterlinge sind farbenfroh und fallen direkt ins Auge.

Im Kontrast zu den bunten Werken von Euler und Filonardi präsentieren sich die Bilder von Gerhard Gairing eher trist. Es sind skandinavische Landschaften. Hauptsächlich schneebedeckte Berge, vor dem kühlen Wasser. Ein neufundländisches Dorf auf einem der Fotos ist ein kleiner Farbtupfer an dieser Wand.

Eines seiner Werke fällt direkt beim betreten der Werkstatt im Kloster Knechtsteden auf. Drei Mal hängt es an der Wand. Einmal in Alu-Dibond, einmal auf Leinwand und einmal eingerahmt. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Farben dadurch sind und wie charakterlich anders das gleiche Bild wirken kann.

Als letzte Künstlerin sei Monika Brumm erwähnt. Sie hat mit Polarisation experimentiert. Dadurch werden farblose Objekte mit Farbmuster überzogen. Sie nahm dafür Lineale, Verpackungen und Folien. „Auf einem Bild experimentierte ich sogar mit einer Flüssigkeit unter dem Mikroskop“, so Brumm. Die Fotos sind ebenfalls sehr beeindruckend.

Da  auf eine Vernissage verzichte wurde, war am ersten Wochenende nicht mit keine Besuchermassen zu rechnen. Dies könnte sich durchaus noch ändern, da die Ausstellung bis 4. Oktober, stets samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr besucht werden kann. Vor Ort sind Fotografien auch käuflich zu erwerben.

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