Nach verschwundener Kunst: Kultur-Kataster für Dormagen erstellen

Kulturstadt Dormagen: Verschwundene Kunst aufarbeiten und Liste erstellen

Als Reaktion auf die verschwundenen Bronzefiguren an der Sekundarschule, wo ein Diebstahl nicht ausgeschlossen wird, und die teilweise zerstörten Schreiber-Fenster der BvA-Aula will die Stadt ein Kataster über alle Kunstwerke in und an öffentlichen Gebäuden – mit Bewertung ihres Wertes – erstellen lassen.

Davon unterrichtete Bürgermeister Erik Lierenfeld die Ratsmitglieder. Seit 2001 habe es keinen aktualisierten Überblick über das städtische Kulturgut gegeben. „An dieser Stelle müssen und werden wir ansetzen. Dazu werden wir uns externen Kunstsachverstandes bedienen müssen.“ Wie dieser Kunstsachverstand organisiert werde, solle für den nächsten Kulturausschuss geklärt werden.

Wie schon zwei Wochen zuvor bei der Ausstellungseröffnung in der Glasgalerie betonte er die große Bedeutung des künstlerischen Erbes einer Stadt, dessen sorgfältige und gewissenhafte Pflege zu den ureigenen Aufgaben einer Kunststadt gehöre. „Dieser Aufgabe sind wir im Falle der jetzt verschwundenen Bronzeplastiken – aber auch zuvor im Falle der Schreiber-Fenster – nicht gerecht geworden“, so Lierenfeld. „Wir haben nicht den gebotenen Respekt vor den Erschaffern und Stiftern der Kunst gezeigt.“ Verwaltungsintern werde das Verschwinden noch aufgearbeitet.

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Bei den Bronzefiguren und den Fenstern handelt es sich um „fest mit dem Gebäude bzw. Grundstück verbundene Objekte“, für die der Eigenbetrieb zuständig ist – für bewegliche Kunstgegenstände ist es das Kulturbüro im Fachbereich für Bildung, Kultur und Sport.

(cw-)