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Dormagen: Bad in Kerpen als Vorbild für Dormagen

Dormagen : Bad in Kerpen als Vorbild für Dormagen

Nach der politischen Entscheidung zugunsten der Robert-Koch-Straße als Standort für das neue Hallenbad beginnt die Bäderbetreiber SVGD die Arbeit. Ein Bäderexperte soll als Projektsteuerer das Acht-Millionen-Euro-Vorhaben lenken.

Auf ihrer Rundreise durch die Region auf der Suche nach Hallenbädern, die Vorbild für den Neubau sein könnte, machte die Delegation der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) auch in Kerpen Halt. Und wurde dort fündig. "So könnte es vielleicht auch bei uns aussehen", sagten die Geschäftsführer Ulrich Pfister und Klaus Schmitz. Nach der Grundsatzentscheidung des Stadtrates zugunsten der Robert-Koch-Straße als Standort für ein neues Hallenbad beginnt für die SVGD als Betreiber der städtischen Hallenbäder die Hauptarbeit. Worauf der Bauherr am stärksten achten muss: den Kostenrahmen von maximal acht Millionen Euro einzuhalten.

Es ist ein kleines Schmuckkästchen mit ansprechender Architektur, dass im Oktober 2011 in der Kolpingstadt Kerpen eröffnet wurde. Abgesehen von den Morgenstunden steht es mit seinen sechs Bahnen lediglich den Vereinssportlern und den Schulen zur Verfügung. Das wird in Dormagen anders sein. Zum einen wird auf dem Gelände des jetzigen Hallenbades in der Stadtmitte ein Neubau mit acht Bahnen entstehen, zum anderen soll dort auch die schwimmsport-interessierte Öffentlichkeit ins Becken springen. Die Kerpener Anlage mit 25 Meter-Hauptbecken, Lehrschwimmbecken und Sprunganlage ist im Grundsatz deckungsgleich mit den Vorstellungen in Dormagen. Dort soll zusätzlich noch ein 30 bis 40 Quadratmeter großes Kleinkinderbecken angelegt werden.

Wann geht es los? Der SVGD-Vorstand beabsichtigt, Mitte kommenden Jahres mit dem Abriss des Hallenbades in der Stadtmitte zu beginnen. Der wird sich, so Klaus Schmitz, "zwei bis drei Monate hinziehen". Die reine Bauzeit für das Hallenbad beträgt zwölf bis 14 Monate. "Mit der Fertigstellung des neuen Bades ist etwa Mitte/Ende 2015 zu rechnen", sagt Ulrich Pfister. In der Zwischenzeit müssen die Nutzergruppen des alten Bades auf das Hallenbad in Nievenheim sowie die Römer-Therme verteilt werden.

Eine wesentliche Rolle in der anstehenden Planungs- und Bauphase wird dem Projektsteuerer zukommen. Wie zurzeit beim Neubau des Bahnhofs. Gesucht wird nun ein in Bäderfragen spezialisierter Fachmann. "Uns liegen bereits Anfragen von Bewerbern vor, ebenso von Architekten, die sich für das Vorhaben interessieren", sagt SVGD-Geschäftsführer Schmitz. Dieser Experte, den die SVGD bis ende Mai/Anfang Juni ausgewählt haben will, wird die Kosten im Blick haben müssen, aber auch im Zusammenspiel mit dem Generalunternehmer den Zeitplan. Nach der Standortentscheidung in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag ist künftig der Aufsichtsrat der SVGD das zuständige Gremium, das den weiteren Projektablauf kontrolliert. Beratungen und Entscheidungen in Fachausschüssen des Rates sind nicht mehr erforderlich. Die SVGD verspricht, Vereine einzubinden und die Bürger zu informieren.

(NGZ/ac)