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Dormagen: Tanzen ist Sport für alle Generationen

Dormagen : Tanzen ist Sport für alle Generationen

Der 29. April ist Welttanztag, und das seit 32 Jahren. Tanzen liegt wieder voll im Trend. Das liegt vor allem auch an einigen neue Tänzen, die immer mehr junge Leute auf die Tanzfläche locken. Tanzlehrer Oliver Görke berichtet.

Ob Standard oder Latein-Amerikanisch, Salsa, Tango oder Discofox — Tanzen liegt eindeutig im Trend. Das belegt auch die Tatsache, dass es seit 32 Jahren einen Welttanztag gibt — und der ist am 29. April. Fakt ist: Wer die Tanzschritte richtig gelernt hat und niemandem auf die Füße tritt, macht auf der Tanzfläche eine gute Figur — und kann sich selbstbewusst bewegen.

Tanzlehrer Oliver Görke von der gleichnamigen Delrather Tanzschule berichtet von seinen Erfahrungen. "Auch in Dormagen haben viele Leute das Tanzen entdeckt", sagt der 39-Jährige, der nicht nur Tanzschritte beibringen, sondern auch den Spaß am Sport vermitteln will.

Vor 13 Jahren hat Görke sich mit seiner eigenen Tanzschule in der Neusser Innenstadt selbstständig gemacht und vor knapp zwei Jahren zusätzlich auf eine Vielzahl von Anfragen aus dem Dormagener Raum reagiert: "Es ist nicht so, dass nur bestimmte Altersgruppen Interesse am Tanzen zeigen", sagt er. Denn gerade moderne Tanzarten wie "Zumba", Hip Hop oder Streetdance sind auch bei Kindern und Jugendlichen angesagt.

Dabei seien Mädchen und Jungs in den Kursen gleich stark vertreten, schildert Görke, der als 13-Jähriger selbst an einem einfachen Tanzkursus teilnahm. Aus einem Hobby wurde sein Beruf — die Begeisterung fürs Tanzen reißt bei ihm bis heute nicht ab, hat sich sogar auf seine Frau Simone übertragen: "Sie leitet Tanzkurse für Kinder, bei denen schon Vierjährige spielerisch das Tanzen für sich entdecken und sich vor allem bewegen können", sagt er. "Tänzerische Früherziehung" nennt sich dieses Angebot.

Tatsächlich bringt Familie Görke aber nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Ältere auf die Tanzfläche: "Unsere ältesten Teilnehmer sind etwa 70 Jahre alt", teilt der Neusser mit, der auch in Dormagen besonders vom Schützenwesen profitiert. Denn gerade im Rheinland seien klassische Paar-Tänze für fast alle Generationen im Schützenzelt immer noch ziemlich wichtig.

"Discofox tanze ich am liebsten, weil der Spaßfaktor hoch ist und ich mich dabei wesentlich freier bewegen kann. Außerdem kommt der Tanz auch beim Feiern in der Disco gut an", sagt Jens Brings, der seit gut einem Jahr drei Mal in der Woche für vier Stunden die Tanzkurse von Oliver Görke besucht. "Hier kann man viele Kontakte knüpfen", sagt der 21-Jährige.

Er selbst sei durchs Tanzen selbstbewusster geworden. "Wichtig bei der Vermittlung der einzelnen Schritte ist es, den Leuten Hemmungen zu nehmen, damit sie sich frei entfalten können", sagt Görke. Er erwartet von keinem seiner Schüler spezielles Equipment oder gar einen Anzug beziehungsweise ein Kleid — "denn Spaß und Interesse sind das A und O."

Zum neuen Schulprogramm zählt auch ein "Antiblamagekursus", der Anfängern vor dem Abiturball, der Hochzeit oder anderen Feiern die einfachsten Schritte erklären soll, damit's auf dem Parkett gekonnt aussieht.

(NGZ/EW)