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Tsv Bayer Dormagen: TSV Bayer wahrt mit Sieg im Werksduell Titelchancen

Tsv Bayer Dormagen : TSV Bayer wahrt mit Sieg im Werksduell Titelchancen

Ein einziges Tor kostete den TSV Bayer Dormagen gestern Abend die Tabellenführung in der Dritten Liga West: Das erzielte Jannik Köhler 31 Sekunden vor Schluss und rettete so dem VfL Edewecht nach 12:17-Pausenrückstand den 28:27-Sieg im Lokalduell beim OHV Aurich.

Damit bleibt es im Titelrennen beim Dreikampf zwischen dem punktgleichen Trio Edewecht, Dormagen und Leichlinger TV, der sich am Freitagabend nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit 41:34 gegen den VfL Gummersbach II durchgesetzt hatte. Der TSV Bayer entledigte sich seiner vorletzten Auswärtsaufgabe mit einem vor allem im zweiten Durchgang souverän herausgespielten 33:24-Sieg (Halbzeit 16:12) im "Werksduell" beim SC Bayer 05 Uerdingen, der leicht noch hätte höher ausfallen können.

Jörg Bohrmann war trotzdem rundherum zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge, die nach dem 9:8 durch einen Tempogegenstoß von Tobias Plaz (18.) das Heft vor 300 Zuschauern, darunter die Hälfte aus Dormagen, in die Hand nahmen und ihre Führung nicht mehr abgaben. "Die Jungs haben genau so gut und konzentriert gespielt wie sie unter der Woche gearbeitet haben", lobte der TSV-Trainer nicht nur den spielerischen Vortrag, sondern vor allem die Einstellung der Dormagener, "vor allem haben sie sich nicht aus der Ruhe bringen lassen."

Das hätte leicht geschehen können, zum einen wegen der sehr körperbetonten Spielweise der offensiv deckenden Uerdinger, zum anderen wegen einer indiskutablen Leistung des ebenso jungen wie überforderten Schiedsrichtergespanns Martin Dürscherl und Matthias Kreuser, die unnötige Hektik in eine ohnehin emotional geführte Partie brachten. Überragend auf Seiten der Gäste einmal mehr Simon Ernst mit einem runden Dutzend Treffer (davon fünf Siebenmeter), stark nach einigen Anlaufschwierigkeiten Tobias Plaz (7), Alexander Kübler (4) und Dominik Formella, der mit 16 Paraden das Duell zwischen den Pfosten mit seinem Nachfolger Sven Bartmann (9 Paraden bis zu seiner Auswechslung in der 42. Minute) diesmal klar für sich entschied.

Damit läuft wohl alles auf ein "Finale" am letzten Spieltag (11. Mai) zwischen Edewecht und dem TSV Bayer hinaus. Inwieweit sich die Nachricht von der Insolvenz, die sowohl die Spielbetriebsgemeinschaft als auch der Förderverein des VfL Edewecht anmelden mussten, auf den weiteren Saisonverlauf auswirkt, ist noch nicht abzusehen. Anders als in Erster und Zweiter Liga hat eine Insolvenz in der Dritten Liga zunächst keine spieltechnischen Folgen, auch nicht auf die Lizenz für die nächste Saison.

Sicher scheint damit allerdings, dass aus dem Westen keiner in die Zweite Liga aufsteigt: Dormagen darf nicht, Leichlingen will nicht und Edewecht kann nicht. Bohrmann denkt indes noch nicht an das mögliche Titelfinale: "Erst einmal müssen wir am Samstag Wilhelmshaven schlagen — und das wird schwer genug."

(NGZ/EW)