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Corona-Regeln NRW: Verschärfung geplant - Clubs und Bars dicht, keine Geisterspiele

Clubs und Bars dicht – aber keine Geisterspiele : NRW bereitet Verschärfung der Corona-Maßnahmen vor

Die CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag hat zeitgleich zur Bund-Länder-Schalte über geplante Maßnahmen im Kampf gegen die vierte Corona-Welle beraten. Ein Überblick über die geplanten Vorhaben und Regeln.

Nordrhein-Westfalen hält weiter an Fußballspielen mit Zuschauerbeteiligung fest, will aber die Zahl der Besucher im Stadion deutlich begrenzen. Das berichteten mehrere Teilnehmer der CDU-Fraktionssitzung am Dienstag. Demnach sei geplant, im Land die Zahl der Zuschauer auf ein Drittel zu begrenzen. Man könne nicht die Geimpften und Genesenen bestrafen, hieß es dazu vonseiten der Fraktionsführung.

Geplant ist außerdem Clubs, Bars und Diskotheken wieder zu schließen. Bei den Erkrankten, die die Luca-App auf ihrem Smartphone installiert haben, sei die Infektion im Zusammenhang mit dem Besuch einer solchen Einrichtung festgestellt worden.

Weihnachtsmärkte sollen unter den geltenden Regelungen beibehalten werden. Diese fänden an der frischen Luft statt. Sollte man sie schließen, bestehe die Gefahr, dass die Menschen auf die Kneipen ausweichen würden. Einhellige Meinung war, dass die 2G- und 2G-plus-Regelung stärker kontrolliert werden müssten.

CDU-Fraktionschef Bodo Löttgen soll sich Teilnehmern zufolge dafür ausgesprochen haben, dass die Fraktion bis zur kommenden Woche eine klare Haltung zur Impfpflicht entwickeln solle. Widerspruch zu einer Impfpflicht habe es aus den Reihen der CDU nicht gegeben. Sie sei aber ohnehin Sache des Bundes.

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Insgesamt sei die Haltung, dass man aufgrund der im Vergleich zu anderen Bundesländern besseren Entwicklung bei den Infektionszahlen und dem weiten Fortschritt beim Boostern nicht schärfere Maßnahmen verhängen solle als bundesweit verabredet sei.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), der ebenfalls an der Sitzung teilnahm, beschrieb allerdings die Lage in den Krankenhäusern als angespannt. Man sei bereits dabei, mit ersten Kliniken zu verabreden, dass planbare Operationen verschoben werden müssten, berichteten Teilnehmer.

(maxi)