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Zensierte Songs: Musik auf dem Prüfstand

Zensierte Songs : Musik auf dem Prüfstand

Dass die US-Sängerin Pink beim Singen gerne austeilt, ist nichts Neues. Ihre persönliche Abrechnung "Dear Mr. President" mit der Bush-Administration, stößt in Amerika jedoch auf Gegenwehr - und gerät in die Zensur.

Pinks aktuelles Album "I'm not dead" ist mittlerweile schon ein ganzes Jahr alt, bereits im März 2006 sorgten die Liedzeilen zu "Dear Mr. President" für Schlagzeilen. Als fünfte Single wurde der Song am 27. April ausgekoppelt - in den USA ist der Song zensiert.

In ihrem Protestsong spricht die US-Sängerin direkt ihren Gegner an und fordert ihn zu einem Spaziergang auf, damit sie die Möglichkeit auf ein paar ehrliche Antworten von Bush erhält.

In amerikanischen Medien werden außerdem sogenannte "Bad words" (böse Wörter) zensiert, indem beispielsweise die Sprache kurz aussetzt und nur die Melodie des Liedes weiterläuft. Doch auch dafür haben sich die Bands etwas überlegt.

Die US-Band "Bloodhound Gang" nutze für ihren Song "F*** - Foxtrott Uniform Charlie Kilo" das Funker Alphabet, um auf Grund der Namensgebung einer Zensur zu entkommen.

Aber auch hierzulande schaltet sich die Bundesprüfstelle für jugendgefährende Medien (BPjM) ein, um vor Gewaltverherrlichung, verfassungswidrigem, sexistischem oder pornographischen Liedgut zu schützen.

In den 80ern sorgte die Berliner Punk-Rockband "Die Ärzte" für Aufregung. Das Lied "Geschwiesterliebe" wurde wegen Verharmlosung eines inzestösen Verhältnisses von Minderjährigen 1987 indiziert. Die LP "Debil"" wurde wegen des Lieds "Claudia hat 'nen Schäferhund" und "Schlaflied" verboten. Diese Indizierung wurde allerdings am 29. Oktober 2004 wieder aufgehoben.

Auch der Rapper Bushido ist dafür bekannt kein Blatt vor dem Mund zu nehmen. Ihm verpasste die Bundesprüfstelle für jugendgefährende Medien (BPjM) einen Dämpfer. Einige seiner Texte sind erst ab 18 Jahren freigegeben. Ebenso zogen auch das Hip-Hop-Label Aggro Berlin und Sido unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich.