Nach Tod von „Foo Fighters“-Schlagzeuger Zehn Substanzen im Blut von Taylor Hawkins festgestellt

Bogotá · Bei einer ersten gerichtsmedizinischen Untersuchung des völlig überraschend in Kolumbien verstorbenen „Foo Fighters“-Schlagzeugers Taylor Hawkins sind in dessen Körper zehn verschiedene Substanzen festgestellt worden.

Fans trauern um Foo-Fighters-Drummer Taylor Hawkins
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Foto: AFP/RICH FURY

Darunter waren THC (Marihuana), trizyklische Antidepressiva, Benzodiazepine und Opioide, wie die Generalstaatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes am Samstag (Ortszeit) mitteilte.

Das Nationale Forensische Institut setze seine medizinischen Untersuchungen fort, um die Umstände zu klären, die zum Tod des Künstlers geführt haben, hieß es. Die Generalstaatsanwaltschaft werde weiter ermitteln und über die Ergebnisse zu gegebener Zeit informieren. Hawkins war am Freitag mit nur 50 Jahren auf einer Tournee in Kolumbien gestorben.

Der Schlagzeuger sei tot in einem Hotel in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá aufgefunden worden, hatte zunächst das Magazin „Semana“ am Freitag (Ortszeit) berichtet. Die „Foo Fighters“ sollten dort am Freitagabend beim Musikfestival Estéreo Picnic auftreten.

Über die Todesursache war zunächst nichts bekannt geworden. Die Generalstaatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes schrieb am Samstag auf Twitter, sie habe ein Spezial-Team mit Staatsanwälten und Ermittlern bestimmt, um die Untersuchung zu unterstützen.

Nach ersten Berichten hatte Hawkins über Schmerzen in der Brust geklagt, ein Krankenwagen wurde gerufen. Als dieser ankam, war Hawkins jedoch schon gestorben. Am Samstag bestätigte das zuständige Gesundheitsamt in Bogotá den Hergang.

Beim Lollapalooza-Festival Brasilien ist die US-Sängerin Miley Cyrus bei einer Würdigung von Hawkins in Tränen ausgebrochen. Hawkins sei der erste gewesen, bei dem sie sich gemeldet habe, nachdem ihr Flugzeug in Paraguay von einem Blitz getroffen worden war, sagte die 29-Jährige am Samstag (Ortszeit), wie im brasilianischen Fernsehen zu sehen war. Sie widmete ihm den Song „Angels like You“. Die „Foo Fighters“ sollten ursprünglich das Festival in São Paulo am Sonntagabend beschließen.

Hawkins spielte seit 1997 bei den Foo Fighters – einer der einflussreichsten und von der Kritik gefeierten Alternative-Rockbands der USA. Er war als Schlagzeuger an einigen der größten Hits der Gruppe beteiligt, darunter „Learn to Fly“ und „Best of You“. Zuvor saß er für die kanadische Sängerin Alanis Morissette an den Drums.

(mba/dpa)