Vodafone will Kölner IoT-Start-up Grandcentrix übernehmen

Gründer-Ticker : Vodafone will Kölner IoT-Start-up Grandcentrix übernehmen

Fast jeden Tag gibt es spannende Nachrichten von Start-ups und Gründern aus NRW. Die wichtigsten Kurzinfos fassen wir in unserem Nachrichten-Blog für Sie zusammen.

  • 11/15/19 3:26 PM
    Vodafone/Grandcentrix (Düsseldorf/Köln): Die Nachricht dürfte bei der am Abend stattfindenden Weihnachtsfeier von Grandcentrix das beherrschende Thema sein: Das Unternehmen soll von Vodafone übernommen werden.
    Seit 2009 arbeitet Grandcentrix daran, Gegenstände zu digitalisieren. Mit Hilfe ihrer Technik konnten die Tonieboxen aus Düsseldorf die Kinderzimmer der Republik erobern, auch Mittelständler wie Miele, Viessmann oder Leica setzten auf die Fähigkeiten der Kölner, um ihre Produkte in das Internet der Dinge (Internet of things, kurz: IoT) zu bringen. Selbst eine Panne wie jene 2014, als Grandcentrix für die ARD eine Quizduell-App programmierte, die ausgerechnet beim Prominenten-Special der Sendung streikte, schadeten dem Ruf der Firma offenbar nicht.
    Im Gegenteil: Die Leistungen der Kölner, die einen zweistelligen Millionenumsatz erwirtschaften dürften, blieben auch Vodafone nicht verborgen. Der Düsseldorfer Mobilfunkanbieter gab am Freitag bekannt, die 2009 gegründete Firma mit ihren rund 150 Mitarbeitern übernehmen zu wollen. „Mit der Übernahme wollen wir unsere Geschäftskunden noch besser entlang der gesamten IoT-Wertschöpfungskette begleiten", sagt Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter. An den bestehenden Firmensitzen von Grandcentrix in Köln und Dortmund (wo Grandcentrix gegründet wurde) soll sich nichts ändern. Auch die beiden Gründer Ralf Rottmann und Martin Willnow sollen langfristig an Bord bleiben. Wenn die Kartellbehörden der Übernahme zustimmen, soll der Zusammenschluss der Unternehmen bereits zum 1. Januar 2020 erfolgen.
    Die Übernahme ist auch ein Erfolg für den Bonner Hightech-Gründerfonds, der knapp ein Jahr nach der Gründung bei Grandcentrix einstieg und zuletzt knapp 25 Prozent am Unternehmen hielt. Zum Kaufpreis machten die Parteien keine Angaben.
  • 11/8/19 12:38 PM
    Vorwerk Ventures (Wuppertal): Der bayerische E-Bike-Händler Rebike1 bekommt frisches Kapital aus NRW. Nach Informationen von "Gründerszene" haben die Risikokapitalgeber Vorwerk Ventures (Wuppertal) und STS Ventures (Köln) gemeinsam mit Business Angels einen mittleren einstelligen Millionenbetrag investiert. Das Start-up Rebike1 mit Sitz in Krailling bei München vermietet und verkauft Elektrofahrräder, zum Beispiel aus Rest- oder ehemaligen Vorführbeständen. Der Handel wird über die gleichnamige Online-Plattform abgewickelt. Der Verleih erfolgt über eine separate Internetseite, auf der man E-Bikes für drei, sechs oder zwölf Monate mieten und anschließend an einer Abholstation in Empfang nehmen kann. In NRW gibt es bislang zwei solcher Stationen in Köln und in Essen.
  • 10/31/19 9:46 AM
    Einhundert Energie (Köln): Das Start-up Einhundert Energie hat von drei Investoren insgesamt eine Million Euro für eine Erhöhung des Eigenkapitals eingesammelt. Zu den Investoren gehören der auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Mainzer Risikokapitalgeber Wi-Venture, die auf Energieverbrauchsabrechnungen spezialisierte Minol Zenner Gruppe und der auf den Immobilienbereich spezialisierte Berliner Risikokapitalgeber Highrise Ventures. Das teilte das Start-up in einer Pressemitteilung mit. In einer früheren Phase hatte unter anderem bereits die landeseigene Förderbank NRW.Bank investiert.

    Die neuen Investoren spiegeln gut das Ziel von Einhundert Energie wieder. Das Start-up von Ernesto Garnier und Markus Reinhold pachtet Dachflächen auf Mehrfamilienhäusern und installiert dort Photovoltaik-Anlagen. Die Mieter wiederum sollen dank digitaler Technik (Smart Meter) eine monatliche Abrechnung bekommen, bei der sie nur genau ihren Verbrauch bezahlen müssen. Aktuell hat das 2017 gegründete Kölner Start-up nach eigenen Angaben eine vierstellige Zahl von Endkunden.
  • 10/31/19 7:50 AM
    Capnamic/HTGF (Köln/Bonn): Viel zu wenige Gründer sind weiblich - das hört man immer wieder. Gleichzeitig gilt aber auch: Bei den Investoren sind die Verhältnisse kaum besser, im Gegenteil. Auch dort sind Frauen in der Minderheit. Umso positiver sind zwei Meldungen, aus Köln und Bonn. Beim Risikokapitalgeber Capnamic steigt Dorothea Gotthardt als Venture Analyst am Berliner Standort ein, beim Hightech-Gründerfonds (HTGF) aus Bonn wird Tanja Emmerling sogar zur Partnerin ernannt. Sie leitet seit März 2018 das Berliner Büro.
    Beim HTGF ist Emmerling damit der dritte weibliche von insgesamt (laut Internetseite) neun Partnern, während Gotthardt bei Capnamic die erste weibliche Analystin ist.

  • 10/21/19 10:00 AM
    Taskrabbit (Rhein/Ruhr): Bislang gab es den Marktplatz für Haus- und Heimwerkerarbeiten nur in den USA, Großbritannien, Kanada und Frankreich. Nun kommt das Start-up, das 2017 vom Möbelriesen Ikea aufgekauft wurde, auch nach Deutschland. In Berlin und der Rhein-Ruhr-Region sollen Kunden künftig für kleinere Hilfsarbeiten sogenannte "Tasker" über die Plattform beauftragen können - etwa für den Aufbau eines Ikea-Regals. Bis Ende 2020 soll das Angebot dann auch auf Frankfurt, München, Hamburg und Stuttgart ausgeweitet werden. "Ob Möbel aufbauen oder Fernseher montieren, umziehen, reparieren oder gärtnern, wir freuen uns, Taskrabbit bald in Deutschland anbieten zu können", wird Stacy Brown-Philpot, Chefin von Taskrabbit in der Pressemitteilung zum Start zitiert.

    Ab November sollen Kunden in NRW per App oder über die Internet-Plattform in den Städten Bochum, Köln, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Krefeld, Mönchengladbach, Oberhausen, Wuppertal und Umgebung Hilfskräfte bei Taskrabbit buchen können. Diese wiederum können ihre Dienste über die Plattform anbieten. Das Modell funktioniert damit ähnlich wie bei anderen Plattformen, bei denen Menschen Dienstleistungen erbringen, aber nicht angestellt sind, sondern als selbstständige Unternehmer agieren - mit allen Vor-, aber natürlich auch Nachteilen.
  • 10/16/19 5:30 PM
    Henkel/Saperatec (Düsseldorf/Bielefeld): Henkel beteiligt sich an dem Recycling-Start-up Saperatec aus Bielefeld. Das gab der Düsseldorfer Dax-Konzern am Mittwoch bekannt. Die beiden Unternehmen arbeiten demnach bereits seit zwei Jahren zusammen.
    Das Start-up hat laut Henkel eine neuartige patentierte Technologie entwickelt, mit der unter anderem aluminiumhaltige flexible Verbundverpackungen getrennt und wiederverwertet werden können. "Die Technologie von Saperatec bietet erstmalig das Potenzial für eine effiziente Wiederverwertbarkeit von flexiblen Aluminiumverbundverpackungen“, sagt Paolo Bavaj, der bei Henkel im Bereich Adhesive Technologies den Venture-Bereich verantwortet. Mit Abschluss der Finanzierungsrunde will Saperatec den Bau seiner ersten Produktionsanlage in Europa starten. Bislang gab es nur eine Pilotanlage. Über die Höhe des Investments wurde nichts bekannt.


  • 10/15/19 3:43 PM
    Abalos Therapeutics (Essen): Zwölf Millionen Euro - so eine Summe erlebt man in einer Series-A-Finanzierungsrunde auch nicht täglich. Doch offenbar sind die Investoren vom Potenzial des Essener Start-ups Abalos Therapeutics so sehr überzeugt, dass sie auch zu einem relativ frühen Zeitpunkt schon eine Solche Summe an Kapital bereitstellen. Das Unternehmen hat sich laut Pressemitteilung auf die virusbasierte Immuntherapien gegen Krebserkrankungen spezialisiert. Langfristig soll damit Krebs besser behandelt werden können, so die Hoffnung. „Mit Hilfe dieses Therapieansatzes, der in den Unikliniken Düsseldorf und Essen entwickelt wurde, wird nicht nur den Primärtumor, sondern auch entferntere Metastasen angegriffen", sagt Aristotelis Nastos, Geschäftsführer des Gründerfonds Ruhr.

    Der Gründerfonds Ruhr, der von der landeseigenen Förderbank NRW.Bank und dem Initiativkreis Ruhr initiiert wurde, ist genauso wie der Hightech-Gründerfonds an der Finanzierungsrunde beteiligt. Diese wurde angeführt vom Boehringer Ingelheim Venture Fund und der NRW.Bank. Mit dem Geld soll die Forschung des Unternehmens klinisch validiert werden.
  • 10/7/19 1:10 PM
    Freigeist (Bonn): Investor Frank Thelen steigt beim Münchner Logistik-Start-up Smartlane ein. Thelen investiert über seinen Risikokapital-Fonds Freigeist nach Informationen des "Handelsblatts" einen hohen einstelligen Millionenbetrag. Es handele sich dabei, so die Zeitung, um das höchste Einzelinvestment, das Thelen jemals getätigt hat. Laut Handelsregister hält Freigeist nun 20 Prozent am Unternehmen, das damit auf eine Bewertung von rund 50 Millionen Euro käme.

    Smartlane hat eine Software entwickelt, mit der sich Flotten effizienter steuern lassen. Algorithmen können dabei anhand verschiedener Faktoren die idealen Touren berechnen. Zu den Kunden des 2015 gegründeten Start-ups gehören unter anderem die Düsseldorfer Metro-Gruppe und die Deutsche Bahn. "Der Kundenstamm von Smartlane spricht für sich: Das Produkt funktioniert und das Potenzial ist enorm", sagt Frank Thelen.

    Thelen wurde durch die Gründershow "Die Höhle der Löwen" deutschlandweit bekannt, hatte seine Drehtage für die aktuell beim Sender Vox laufenden Staffel allerdings etwas reduziert, um sich wieder verstärkt um Investments im Technologie-Bereich kümmern zu können. So ist Freigeist unter anderem am Flugtaxi-Unternehmen Lilium Aviation und am Energiespeicher-Start-up Kraftblock beteiligt.
  • 10/4/19 1:52 PM
    Masterplan (Bochum): Das Start-up will zu einer Art Netflix für berufsbegleitende digitale Weiterbildung werden - und geht dabei nun den nächsten Schritt. Einerseits werden die Inhalte künftig auch über eine App angeboten, andererseits gibt es die Videos, in denen Experten die Digitalisierung erklären, künftig auch in englischer Sprache. Damit dürfte Masterplan auch die Expansion in weitere Märkte vorbereiten. „Unser Ziel ist es, einmal der weltweit größte Lernanbieter zu sein“, hatte Gründer Stefan Peuckert vor einiger Zeit mal angekündigt. Masterplan hat im Rahmen einer Seed- und Series-A-Finanzierung inzwischen 8,5 Millionen Euro von Investoren wie Tengelmann Ventures eingesammelt.
  • 10/2/19 3:00 PM
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