Sarin: Detektoren entdecken Nervengift in Facebook-Poststelle

Anschlag auf Zuckerberg-Imperium? : Detektoren entdecken Nervengift Sarin in Facebook-Poststelle

Aufregung in Menlo Park: Eine Poststelle von Facebook nahe des Firmenhauptsitzes in Kalifornien ist wegen eines positiven Tests auf das Nervengift Sarin evakuiert worden. Bei einem maschinellen Routinetest ist der Stoff festgestellt worden.

Das sagte Feuerwehrsprecher Jon Johnston am Montag. Es gibt keine Berichte über Verletzte im Silicon Valley. Die Ursache des positiven Tests sei noch nicht gefunden worden, so Johnston. Das FBI hilft bei den Ermittlungen, wie in derartigen Fällen üblich. Facebook-Sprecher Anthony Harrison sagte, vier Gebäude seien vorübergehend evakuiert worden, drei seien mittlerweile wieder zugänglich. Das verdächtige Paket wurde gegen 11 Uhr am Montagvormittag geliefert. „Die Behörden haben die gefundene Substanz noch nicht identifiziert“, schrieb Harrison.

Ob die Sendung tatsächlich Saringas oder überhaupt eine gefährliche Substanz enthielt, war zunächst unklar. „Manchmal machen Maschinen Fehler“, sagte der örtliche Feuerwehrchef Harold Schapelhouman der „LA Times“ mit Blick auf die Verdachtsmeldung.

Laut den US-Bundeszentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten ist Sarin ein chemischer flüssiger Kampfstoff und durchsichtig, farb-, geruchs- und geschmacklos. Beim Verdampfen können Symptome innerhalb von Sekunden auftreten.

Ein Tropfen Sarin auf der Haut kann Schwitzen und Muskelzuckungen auslösen. Bei Aussetzung großer Dosen kann es zu Lähmungen und Atemausfall kommen, der zum Tod führt. Menschen, die nur mit geringen Mengen in Berührung gekommen sind, erholen sich in der Regel komplett davon.

(felt/dpa)
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