Vodafone will mit Ford Platz in Parkhäusern per App zeigen - in Düsseldorf zeigt eine App künftig die grüne Welle vor Ampeln

Mobilität : App zeigt Fahrern grüne Welle

Auto parkt selbstständig im Parkhaus ein

Ein Pilotprojekt zeigt, wie der Verkehr dank digitaler Technik flüssiger werden soll.

In Düsseldorf können Fahrradfahrer und Autofahrer ab sofort an rund 50 Ampeln in der Innenstadt und in Oberkassel während der Zufahrt auf eine Ampel auf dem Smartphone ablesen, wann diese auf rot umstellt. Bis Ende des Jahres wird das bundesweit einmalige Projekt auf die ganze Stadt ausgedehnt. Die jetzt freigeschaltete App Traffic Pilot zeigt auch die richtige Geschwindigkeit, um in der grünen Welle zu bleiben. Das gab die Münchener App-Schmiede Gevas am Montag bekannt. Sie hatte Traffic Pilot in der NRW-Landeshauptstadt im Rahmen des vom Bund mit neun Millionen Euro geförderten Testprojektes Komod (Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf) fertig entwickelt.

Damit die App anzeigen kann, wie lange eine Ampel noch auf grün bleibt, erhält Gevas die entsprechenden Infos von der Stadt. „Der digital vernetzten Mobilität gehört die Zukunft“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). „Der Verkehr wird so sicherer und umweltfreundlicher.“ Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) lobte, dass Radnutzer ihre Fahrt mit weniger störenden Stopps schaffen können.

Als weiteres Ergebnis von Komod wollen Vodafone und Ford ein System entwickeln, damit Autofahrer schon bei der Anfahrt auf eine Stadt erkennen, wo es Parkplätze gibt. Per Mobilfunk sollen sie zum entsprechenden Parkhaus geleitet werden.

Auch Erfahrungen mit digital gesteuerten Umleitungen, Verkehrssteuerungen oder Vorrangschaltungen für den ÖPNV könnten bundesweit genutzt werden.

Die Stadt Düsseldorf, das NRW-Verkehrsministerium und die Partner wie Siemens oder ZF wollen das Projekt Komod nach Möglichkeit fortführen, um die Chancen des autonomen Fahrens zu testen. Wohin die Richtung geht, zeigte Vodafone im unternehmenseigenen Parkhaus: Ein VW-Passat steuerte wie von Geisterhand gesteuert in eine Parklücke. Zur Sicherheit saßen zwar noch zwei Mitarbeiter im Auto. Doch das Fahrzeug navigierte nur nach Vorgaben eines zentralen Computers. Die Funksignale erhielt das Auto über den künftigen Mobilfunkstandard 5G, der Signale in Echtzeit überträgt. „Künftig steigen die Leute am Eingang eines Parkhauses aus“, sagt ein Vodafone-Manager: „Der Wagen fährt den zugewiesenen Parkplatz dann alleine an und kommt bei Bedarf wieder zum Eingang gerollt.“

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