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Berlin: Regierung erneuert wegen Strafzinsen Sparergarantie

Berlin : Regierung erneuert wegen Strafzinsen Sparergarantie

Die Bundesregierung befürchtet keine systemgefährdenden Auswirkungen durch die Einführung von Negativzinsen bei deutschen Banken. Die neuen Gebühren der Banken beträfen nur Kunden mit sehr hohen Einlagen oder institutionelle Anleger wie Investmentfonds, sagte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums gestern in Berlin. Zudem böten sich Sparern kaum Alternativen für die Geldanlage. "Wo soll denn der deutsche Sparer hin mit seinem Geld?", fragte er.

Regierungssprecher Steffen Seibert erneuerte zudem die sogenannte "Sparergarantie" von 2008. Damals hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der frühere Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) auf dem Höhepunkt der Finanzkrise zugesichert, der Staat garantiere dafür, dass das Geld der Sparer bei den Banken sicher sei. Sie verhinderten damit, dass die Bürger aus Angst vor Bankenpleiten massenhaft Kapital von den Konten abheben. Die Sparergarantie von 2008 galt als wichtiger Wendepunkt in der akuten Krisensituation.

Commerzbank, WGZ-Bank und andere hatten angekündigt, von bestimmten Kundengruppen eine "Guthabengebühr" für hohe Einlagen zu verlangen. Sie begründeten dies damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) von den Banken ebenfalls hohe Gebühren verlangt, wenn sie ihr Geld bei der EZB parken. Die Zentralbank will damit der Deflationsgefahr begegnen.

(mar)