Ikone der Gleichberechtigungsbewegung Fed Cup wird in „Billie Jean King Cup“ umbenannt

Köln · Der wichtigste Mannschaftswettbewerb im Damen-Tennis heißt ab sofort Billie Jean King Cup. Die 76 Jahre alte Billie Jean King ist eine der wichtigsten Vorkämpferinnen für die Gleichberechtigung der Frauen im Tennissport.

 Billie Jean King.

Billie Jean King.

Foto: dpa/Chuck Burton

Der Weltverband ITF hat das Tennis-Idol Billie Jean King mit einer besonderen Ehre bedacht und den Fed Cup in "Billie Jean King Cup" umbenannt. "Ich bin sehr gerührt und fühle mich sehr geehrt", sagte die US-Amerikanerin, die insgesamt 39 Grand-Slam-Titel im Einzel, Doppel und Mixed gewann.

Der wichtigste Teamwettbewerb im Frauentennis wird seit 1963 ausgetragen. "Der Billie Jean King Cup wird sich auf Gleichberechtigung, Inklusion und Freiheit stützen", sagte die 76-Jährige: "Das ist unsere Zeit, um Geschichte zu schreiben. Seid mutig, schreibt Geschichte." ITF-Präsident David Haggerty lobte insbesondere Kings Engagement abseits des Platzes. "Sie hat ihr Leben dem Kampf gegen Diskriminierung gewidmet", sagte er.

Laut ITF ist es das erste Mal, dass ein internationales Mannschaftsturnier nach einer Frau benannt wird. Zudem wird das Preisgeld auf zwölf Millionen Dollar (ca. 10,16 Millionen Euro) erhöht und beträgt damit genauso viel wie beim Davis Cup. Die nächste Ausgabe des Events soll im April in Budapest stattfinden.

King gilt als Vordenkerin einer Tennistour für Frauen, die sie zusammen mit acht Mitstreiterinnen (The Original 9) 1970 als Women's Tennis Association (WTA) aus der Taufe hob. Weltweit Beachtung fand zudem ihr Sieg beim "Battle of the Sexes" im September 1973. Vor 30.472 Zuschauern im Astrodome von Houston bezwang sie den als Chauvinist verrufenen dreimaligen Wimbledonsieger Bobby Riggs 6:4, 6:3, 6:3.

(eh/sid)
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