Champions League: FC Schalke 04 will in der Champions League den Krisenmodus abschalten

Aus dem Abstiegskampf ins Achtelfinale : Schalke will in der Champions League den Krisenmodus abschalten

Mit einem Sieg in Porto - oder Schützenhilfe aus Moskau - könnte Schalke 04 schon am vorletzten Gruppenspieltag den Einzug ins Achtelfinale der Champions League perfekt machen.

Ein unerwartetes Torspektakel, ein neuer Hoffnungsträger und eine große Chance: Innerhalb weniger Tage könnte Vizemeister Schalke 04 nach einem verkorksten ersten Saisondrittel den Krisenmodus abschalten und aus dem Bundesliga-Abstiegskampf ins Champions-League-Achtelfinale durchstarten. "Wir fliegen mit einem guten Gefühl nach Portugal", betonte Trainer Domenico Tedesco vor dem Duell in der Königsklasse am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) beim FC Porto: "Wir wollen unbedingt in die K.o.-Phase."

Nach dem 5:2-Befreiungsschlag gegen den 1. FC Nürnberg und dem Doppelpack-Debüt von Steven Skrzybski ist nicht nur der Abstand zur Abstiegszone gewachsen, auch die Stimmung bei den Königsblauen beginnt sich zu drehen. Mit einem Sieg beim portugiesischen Meister und dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions League könnten sich die dunklen Wolken auf Schalke ganz verziehen.

"Wenn du fünf Tore schießt, hast du danach mehr Mut. Und Mut ist das Wichtigste im Sport", sagte Abwehrspieler Benjamin Stambouli. Im Gegensatz zur Bundesliga, in der die Gelsenkirchener als Tabellen-14. noch immer weit hinterherlaufen, ist die Königsklasse schon seit Saisonbeginn eine Wohlfühloase. Zwei Siege, zwei Unentschieden, Platz zwei mit vier Punkten Vorsprung in der Gruppe D - international läuft alles nach Plan.

Am Mittwochabend soll, so Sportvorstand Christian Heidel, "das Überwintern in der Champions League feststehen". Dabei könnten ein paar Ex-Schalker helfen: Sollten Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes, Jefferson Farfan und Sportdirektor Erik Stoffelshaus mit Lokomotive Moskau gegen Galatasaray Istanbul (18.55 Uhr) nicht verlieren, stünden die Gelsenkirchener schon vor dem Anpfiff in Porto in der K.o.-Runde.

"Das wäre eine schöne Nachricht", meinte Daniel Caligiuri, betonte aber auch: "Wir haben alles in eigenen Händen, wir hoffen nicht auf die anderen." Sollte die Schützenhilfe ausbleiben, müsste ein Schalker Sieg her. Positiver Nebeneffekt: Dann wären auch der erste Platz und damit ein etwas leichterer Gegner im Achtelfinale sehr nahe. Im Notfall hätten die Königsblauen noch am 11. Dezember beim Gruppenfinale das Heimspiel gegen Moskau in der Hinterhand.

Gegen den portugiesischen Tabellenführer, der sieben Pflichtspiele in Folge gewonnen hat, ruhen die Schalker Hoffnungen vor allem auf Neuzugang Skrzybski. Der Berliner, der als Kind in königsblauer Bettwäsche schlief, löste mit seinem furiosen Startelfdebüt gegen Nürnberg die Torblockade des Vizemeisters. Erstmals unter Tedesco gelangen fünf Treffer. Der schnelle Stürmer harmonierte bestens mit dem unermüdlichen Arbeiter Guido Burgstaller. Die verletzten Angreifer Mark Uth und Breel Embolo wurden gar nicht vermisst.

Ob er in Porto erneut zum Zug kommt, wusste Skrzybski aber noch nicht. "Wir rotieren ja viel", sagte er, "ich bin mal gespannt, ob ich spielen darf."

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Porto: Casillas - Maxi Pereira, Felipe, Eder Militao, Alex Telles - Danilo - Herrera, Oliver - Corona, Marega, Brahimi. - Trainer: Conceicao

Schalke: Fährmann - Stambouli, Naldo, Nastasic - Caligiuri, Mascarell, Schöpf - Bentaleb, Harit - Burgstaller, Skrzybski. - Trainer: Tedesco

Schiedsrichter: Ovidiu Hategan (Rumänien)

(lt/sid)
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