Schlappe gegen Porto Bayer verliert auch unter Alonso in der Champions League

Leverkusen · Bayer Leverkusen hat im zweiten Spiel unter Trainer Xabi Alonso einen herben Rückschlag erlitten und 0:3 gegen den FC Porto verloren. Die Werkself muss um das Überwintern im Europapokal bangen.

Einzelkritik Champions League: Bayer Leverkusen – FC Porto in Noten​
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Bayer 04 – Porto: die Werkself in Noten

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Foto: dpa/Marius Becker

Xabi Alonso hat vier Tage nach seinem Traumstart beim 4:0 gegen Schalke seinen ersten Rückschlag als Trainer von Bayer Leverkusen erlebt. In der Champions League kam die Werkself nicht über ein 0:3 (0:1) gegen den FC Porto hinaus und muss nach vier Gruppenspielen mehr denn je um das Überwintern im Europapokal bangen. Die Rheinländer sind nun mit drei Punkten Letzter, hinter dem FC Brügge (10), Porto (6) und Atlético Madrid (4).

Alonso musste bei seiner Startaufstellung zwei Veränderungen vornehmen. Für die beiden gesperrten Robert Andrich und Jeremie Frimpong rutschten Kerem Demirbay und Amine Adli in die erste Elf, dazu ersetzte Odilon Kossounou Edmond Tapsoba. Bevor es losging, feierten die Fans der Werkself ausgiebig ihre Freundschaft mit den Anhängern der Kickers Offenbach. Ein Spruchband mit „Rhein & Main – 40 Jahre Seite an Seite“ war im Rahmen der imposanten Choreografie zum Jubiläum zu sehen.

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Foto: dpa/Sven Hoppe

Dann aber rollte der Ball – und die Anfangsphase hätte kaum turbulenter sein können. Ein langer Abschlag von Portos Keeper Diogo Costa reichte aus, um Bayers Rückstand einzuleiten. Auf der linken Seite nahm Galeno den Ball perfekt mit, machte ein paar Meter und ließ dann Kossounou sowie Jonathan Tah in Leverkusens Strafraum alt aussehen, ehe er den „Spielzug“ über zwei Stationen trocken aus zehn Metern ins kurze Eck vollendete (6.).

Knapp zehn Minuten später sah Mitchel Bakker zunächst die Gelbe Karte für eine vermeintliche Schwalbe im Strafraum, ehe der Videobeweis eingriff. Die Zeitlupe belegte, dass der Niederländer von Mateus Uribe am Schienbein getroffen wurde. Der rumänische Schiedsrichter István Kovács zeigte postwendend auf den Elfmeterpunkt und annullierte die Karte. Kerem Demirbay legte sich den Ball hin, schaute sich die rechte Ecke aus, scheiterte aber am hervorragend reagierenden Costa (16.).

Die bis dahin bissig attackierenden Portugiesen zogen sich nun zurück und überließen den Gastgebern das Feld. Zweitweise waren alle Spieler in Portos Hälfte unterwegs, klare Torchancen erspielte sich Bayer aber vorerst nicht. Erst Bakker brach den Bann nach einer guten halben Stunde, doch Costa reagierte stark auf das Geschoss aus spitzem Winkel (34.). Auch der Jubel über Amine Adlis Tor zum 1:1 verebbte schnell. Kurz bevor der Ball im Netz landete, touchierte ihn Patrik Schick noch mit dem angelegten linken Arm. Auch das blieb dem Videobeweis nicht verborgen, der Treffer zählte nicht (35.).

Die zweiten 45 Minuten begannen mit einer hochkarätigen Chance von Adli, dessen wuchtigen Schuss aus elf Metern Portos Defensive mit vereinten Kräften zur Ecke blocken konnte (49.). Auf der Gegenseite gab es – erneut nach Videobeweis – indes einen Strafstoß, nachdem Adli Galeno zwar an der Strafraumgrenze, aber eben um Zentimeter hinter der Linie gefoult hatte. Mehdi Taremi ließ sich nicht lang bitten und verwandelte zum 2:0 (53.). Das 0:3 war ebenfalls das Resultat eines Elfmeters. Diesmal legte Kossounou Galeno regelwidrig im Strafraum. Mit Hilfe des linken Innenpfostens prallte Taremis Schuss ins Netz (64.).

 Bayer Leverkusen verliert gegen Porto.

Bayer Leverkusen verliert gegen Porto.

Foto: dpa/Marius Becker

Die Partie war spätestens nach dem schönen, aber von Costa parierten Versuch von Diaby (80.) gelaufen – und der Frust groß bei Bayer. Für Alonso bleibt die Erkenntnis, dass er eine Woche nach seinem Amtsantritt noch viel zu tun hat. Am Samstag geht es für Leverkusen in der Liga in Frankfurt weiter (15.30 Uhr).

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