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Krefeld Pinguine: Pinguine auswärts weiter stark

Krefeld Pinguine : Pinguine auswärts weiter stark

Gestern Abend gewannen die Krefelder bei den Nürnberg Ice Tigers mit 4:3 nach Penaltyschießen und blieben damit am Wochenende mit drei Punkten im Soll. Steve Hanusch besorgte den Siegtreffer für die Schwarz-Gelben.

Eishockey Die Pinguine mausern sich auf fremden Eis so langsam aber sicher zum Schreckgespenst der DEL. Gestern gelang den Krefeldern in Nürnberg im achten Auswärtsspiel bereits der fünfte Erfolg. Die Schwarz-Gelben waren vor 3939 Zuschauern insgesamt die bessere Mannschaft, vergaben allerdings in der regulären Spielzeit trotz guter Torchancen einen Drei-Punkte-Sieg. Unterm Strich können die Pinguine mit ihrer Ausbeute vom Wochenende zufrieden sein. Jetzt gilt die ganze Konzentration dem Heimspiel am Mittwoch gegen Augsburg, damit endlich mal wieder auch auf eigenem Eis am Ende gejubelt werden kann.

Wieder mit Dusan Milo

Während im Lager der Pinguine nach der guten Leistung gegen Köln und einer problemlosen Anreise Zuversicht herrschte, war die Stimmung bei den Tigers angespannt. Am Samstag hatte es eine Krisensitzung gegeben, bei dem sich Nürnbergs Mäzen Thomas Sabo das Team samt Trainer vorknöpfte, weil seiner Meinung nach Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander klaffen. Die Hausherren traten in Bestbesetzung an und hatten sich viel vorgenommen. Den besseren Start erwischten die Pinguine, bei denen wieder Dusan Milo auflief und Kyle Sonnenburg im vierten Sturm spielte. In der sechsten Minute nahm sich Kevin Orendorz im eigenen Drittel den Puck, ließ die Abwehr ganz alt aussehen und überliste mit seinem ersten DEL-Treffer Torwart Weiman. Der Jubel der 25 mitgereisten KEV-Fans war gerade verstummt, da erzielten die Nürnberger in Überzahl den höchst umstrittenen Ausgleich, weil vorher der Pfiff von "Schiri" Sicorschi ertönt war. Trotz heftiger Reklamation wurde der Treffer anerkannt. Danach gab es in einem ausgeglichenen ersten Drittel auf beiden Seiten Torchancen. Pech hatte Herberts Vasiljevs, als ein Verteidiger die Scheibe vor dem leeren Tor gegen den Schlittschuh bekam.

In der ersten Pause verwechselten die Pinguine die Hallowachtropfen mit dem Beruhigungstee. Denn nur 45 Sekunden waren gespielt, da versenkte Buzas einen Abpraller von der Bande zur Führung. Doch spätestens jetzt waren die Gäste wieder im Bilde und drehten den Spieß eindruckvoll um. Erst sauste in Überzahl ein Schlagschuss von Christian Ehrhoff ins Nürnberg Tor, dann setzte Andreas Driendl den Puck genau unter die Latte ins Netz. Pech hatte Torwart Scott Langkow, als James seinen Schläger in einen Schuss von Jaspers hielt (35.). Danach hatte die vierte Sturmreihe Dienstschluss. Für Patrick Klöpper rückte Sonnenburg in die dritte Reihe.

Im Schlussdrittel waren die Krefelder dem Sieg näher als die Hausherren. Mitja Robar entschied sich für einen Querpass, anstatt den Puck ins leere Tor zu schießen (42.). Dann scheiterte Ehrhoff bei einem Solo an Weiman (48.). Bei den wenigen sehenswerten Aktionen der Ice Tigers rettete Torwart Langkow gegen Buzas und Reinprecht. Auch die Verlängerung gehörte den Schwarz-Gelben. Francois Methot scheiterte bei einem Alleingang an Torwart Weiman (62.). Driendl kam halblinks frei zum Schuss und zielte am langen Pfosten vorbei. Beim Penaltyschießen traf dann nur Steve Hanusch als dritter Schütze der Pinguine. Zuvor waren Pietta und Ehrhoff an Weiman gescheitert.

Trainer Rick Adduono sagte nach dem Spiel: "Ich bin stolz auf mein Team. Wir haben heute gegen das läuferisch stärkste Team der DEL eine gute Leistung geboten. Die Kleinigkeiten haben wir richtig gemacht. Scott Langkow hat uns in schwierigen Phasen im Spiel gehalten. Penaltyschießen ist immer eine Glücksache."

(RP)