1. Sport
  2. Eishockey
  3. Pinguine

Krefeld Pinguine: Leckerbissen für die Pinguine

Krefeld Pinguine : Leckerbissen für die Pinguine

Freitagabend gastiert Tabellenführer Köln im König-Palast. Bis gestern waren 5500 Tickets für das zweite rheinische Derby der neuen Saison in Krefeld vergriffen. Stürmer Roland Verwey muss weiter passen.

Freitags kommt Fisch auf den Tisch, heute auch bei den Pinguinen. Sie haben im König-Palast ab 19.30 Uhr die Haie vor der Brust, die derzeit ein absoluter Leckerbissen in der Deutschen Eishockey-Liga sind. Mit 31 Zählern führen die Kölner die Tabelle an und sind auf dem besten Wege, sich zu einem Titelanwärter zu mausern. Für die Krefelder soll der Fischtag zu einem Festtagsmenü werden. Mit einem Derbysieg wollen sie ihre bisher negative Heimbilanz aufpolieren.

So viele Kölner Fans wie nie zuvor

Ausgerechnet gegen den Spitzenreiter soll der Bock im König-Palast endlich mal so richtig umgestoßen werden. Die Kulisse dürfte dafür stimmen. Bis gestern Mittag waren 5500 Tickets vergriffen. Davon gingen allerdings knapp 1000 nach Köln. Damit werden heute wohl so viele Fans aus der Domstadt den Gästeblock füllen, wie nie zuvor in der DEL-Geschichte. "Ich hoffe, es kommen noch viele Krefelder dazu. Unsere Mannschaft braucht gerade in so einem schweren Spiel die Unterstützung unserer Fans", sagte gestern der sportliche Leiter Rüdiger Noack.

Zu der Stärke des Gegners kommt noch der Druck, auf eigenem Eis unbedingt gewinnen zu müssen, der die Aufgabe für die Pinguine erschwert. "Ich habe meinen Spielern gesagt, dass sie den Druck ertragen müssen. Wer in die Play-offs will, muss zu Hause eine positive Bilanz aufweisen können", sagte Rick Adduono. Der Trainer ist davon überzeugt, dass seine Schützlinge mit diesem Druck umgehen können: "Von Nervosität ist nichts zu spüren. Wir haben ja auch zuletzt sehr gut gespielt, leider zu Hause nicht häufig genug mit dem richtigen Ergebnis."

Adduono legt großen Wert darauf, dass sein Team heute hochkonzentriert gegen den Puck arbeitet: "Die Kölner sind wie ein Zug, der schwer zu stoppen ist." Christian Ehrhoff und Daniel Pietta, die am Mittwoch beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid auf der Tribüne saßen, konnten sich davon überzeugen, wie erfolgreich man gegen das Spielgerät, in diesem Fall der Ball, und einen starken Gegner agiert.

Personell besitzt Adduono die Qual der Wahl, besonders in der Abwehr. Durch die Rückkehr von Dusan Milo stehen neun Verteidiger zur Verfügung. Erst heute früh will sich der Trainer entscheiden, ob Steve Hanusch, der an der Seite von Ehrhoff einen prima Job macht, wieder als Stürmer umfunktioniert wird. Vorne würde der Coach gerne auf die Kampfkraft von Roland Verwey bauen.

Doch der Stürmer muss am Wochenende noch pausieren. Daher werden die ersten drei Sturmreihen unverändert aufs Eis gehen. Auch die beiden Überzahlformationen bleiben unverändert. An der blauen Linie besitzt Adduono mit dem Duo Robar/Meyers noch eine zusätzliche Option, die unter der Woche im Training ausprobiert wurde.

(RP/rl)