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Krefeld Pinguine: Pinguine am Ende erwischt

Krefeld Pinguine : Pinguine am Ende erwischt

Trotz einer 3:1-Führung nach 50 Minuten mussten sich die Krefelder gestern abend im Heimspiel gegen Tabellenführer Kölner Haie noch mit 3:4 nach Verlängerung geschlagen geschlagen geben.

An Unterhaltungswert war das Derby zwischen den rheinischen Rivalen Krefeld und Köln kaum zu überbieten. Nur das Ergebnis stimmte aus Sicht der Pinguine nicht. Bis zur 50. Minute sahen die Schwarz-Gelben gegen den Tabellenführer wie ein Sieger aus. Doch die bissigen Haie bestraften zwei Fehler und schlugen in diesem tollen Eishockey-Match dann auch noch in der Verlängerung eiskalt zu. Der eine Zähler bleibt für die starken Krefelder ein schwacher Trost, denn zu Buche steht die fünfte Heimniederlage der Saison. Und morgen geht die Reise nach Nürnberg, wo es gegen die Ice Tigers sicher nur schwer was zu holen gibt.

Weiter ohne Dusan Milo

Schon lange vor dem ersten Bully herrschte an der Westparkstraße eine tolle Derby-Stimmung. Zur Freude der Pinguine kamen mehr als die ersehnten 6000 Zuschauer. Bei den Gastgebern hatte sich Trainer Rick Adduono kurzfristig entschlossen, den zuletzt verletzten Verteidiger Dusan Milo noch zu schonen. Für Pascal Zerressen kam Marc Schaub in die vierte Sturmreihe, dem Adduono eine sehr gute Trainingswoche bescheinigte.

Das Match war von Beginn an packend und spannend. Beide Teams ließen vor dem eigenen Tor zunächst wenig zu. In der achten Minute musste zum ersten Mal ein Kölner auf die Strafbank. Christian Ehrhoff wurde von Mark Voakes schön freigespielt, ließ einen Kölner Verteidiger ins Leere laufen und traf mit einem harten Schuss ins lange obere Eck. Das war im siebten Heimspiel der Pinguine sein siebter Saisontreffer. Den Gästen wäre bei ihrer ersten Überzahl beinahe der Ausgleich geglückt. Doch Torwart Scott Langkow hielt gegen Robinson und Ticar glänzend.

In der Pause gab es in der Krefelder Kabine diesmal keinen Beruhigungstee, sondern Hallowach-Tropfen. Und die wirkten. 120 Sekunden nach Wiederbeginn zielte Martin Schymainski kann über das Kölner Gehäuse. Im Gegenzug verhinderte Langkow gegen Stephens den Ausgleich. Dann wurde die erste Krefelder Sturmreihe ihrem Namen gerecht. Nach Blank-Schuss legte Vasiljevs den Puck uneigennützig auf Pietta, der ohne Mühe seinen vierten Saisontreffer erzielten konnte (27.). Zwei Minute später muss Ehrhoff mit Problemen mit einem Schlittschuh vom Eis. Weiss fälschte einen Schlagschuss von Krupp unhaltbar ab. Pech hatte kurz darauf Steve Hanusch, der Weiss mit seiner Schlägerspitze im Gesicht erwischte und daher vorzeitig duschen musste.

134 Sekunden der Fünfminuten-Strafe gegen Hanusch nahmen die Pinguine mit ins Schlussdrittel. Die waren fast abgelaufen, da kamen zwei weitere gegen Kapitän Vasiljevs dazu. Doch die Pinguine präsentierten sich wie so oft in Unterzahl von ihrer besten Seite und wurden dafür belohnt. Driendl und Schymainski störten den Kölner Aufbau schon in deren Drittel. Die Scheibe blieb bei einem Kölner Verteidiger hängen. "Schimmi" zog sofort ab und traf durch Ziffzers Hosenträger in die Maschen. Die KEV-Fans hatten den Sieg schon vor Augen, da bestraften die Kölner zwei Fehler der Pinguine. Erst bekamen sie beim Anschlusstreffer vorher den Puck nicht aus der Gefahrenzone, dann leistete sich Torwart Langkow beim Ausgleich einen Riesenpatzer, als ihm die Scheibe auf dem Eis durch die Fanghand ins Tor rutschte.

So ging es in die Verlängerung, die noch dramatischer war als die 60 Minuten. Das glücklichere Ende hatte die Kölner. Ausgerechnet der Ex-Krefelder Stephens sorgte für den Zusatzpunkt der Gäste.

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