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MagentaSport Cup: Düsseldorfer EG schlägt Wolfsburg mit 3:2 nach Verlängerung

MagentaSport Cup : DEG schlägt Wolfsburg in der Overtime

Zweites Heimspiel, zweiter Sieg: Gegen die Grizzlys siegt die Düsseldorfer EG 3:2 nach Verlängerung und revanchiert sich für das 0:7 zum Start des Vorbereitungsturniers der Deutschen Eishockey Liga.

Die Corona-Pandemie setzt der Deutschen Eishockey Liga bekanntlich besonders zu. Mittlerweile wird zwar wieder gespielt, aber nur ohne Zuschauer. Und auch auf dem Eis gibt es Veränderungen. Wer die Fäuste fliegen lassen will, muss sofort in die Kabine. Mit nackten Händen in fremden Gesichtern herumzumachen, ist in Sachen Infektionsschutz nun mal nicht das Klügste. Das lernte am Samstagnachmittag Matt Carey, Neu-Stürmer der Düsseldorfer EG. Der war kurz davor, sich mit Dominik Bittner von den Grizzlys Wolfsburg zu schlagen und ließ deswegen die Handschuhe fallen. Doch die Schiedsrichter gingen dazwischen und schickten Carey zum Duschen.

Ärgerlich für die DEG, die fortan auf den Spielmacher ihrer zweiten Sturmreihe verzichten musste. Was allerdings nichts daran änderte, dass sie ihr Ziel für das vierte Spiel des „Magenta-Sport-Cups“ erreichte: Zu beweisen, dass sie es besser kann als beim 0:7 vor zwei Wochen in Wolfsburg. Am Ende gewann die DEG mit 3:2 nach Verlängerung (0:1, 2:1, 0:0, 1:0) und feierte damit ihren zweiten Sieg im Turnier.

Danach sah es zunächst allerdings nicht aus, der Anfang erinnerte stark an das Hinspiel, als eine personell arg gebeutelte DEG nach nicht mal neun Minuten mit 0:3 zurücklag. Denn auch diesmal lag der Puck früh im Düsseldorfer Tor: Ein zu mutiger Vorstoß von Verteidiger Marco Nowak, ein Wolfsburger Konter, und schon stand es 0:1. Gerade mal 90 Sekunden waren gespielt.

Das war es aber auch schon mit den frühen Wolfsburger Offensivbemühungen, nach 20 Minuten hatten sie ganze zweimal aufs Tor geschossen - wobei die sechs Düsseldorfer Schüsse nun auch nichts Weltbewegendes waren. Lediglich in Überzahl erspielte sich die DEG erste halbwegs ordentliche Möglichkeiten. Bei Fünf-gegen-Fünf passierte dagegen zunächst nicht viel. Wolfsburg ließ sich beim Spielaufbau Zeit und zog sich gern hinters eigene Tor zurück, die DEG stellte mit drei Mann vorne zu, ohne ganz aggressiv draufzugehen. Entsprechend selten ging es offen hin und her.

Erst im zweiten Drittel wurde es etwas munterer: Mehr Tempo, mehr Fehler, mehr Schüsse - und mehr Tore. Nach gerade mal zwei Minuten traf Alexander Ehl in Überzahl zum 1:1, was gleich doppelt schön für ihn war: War es doch sein erstes Tor im DEG-Trikot, und das auch noch an seinem 21. Geburtstag. „Das ist natürlich überragend, ein kleines Geschenk an mich selbst“, sagte Ehl.

Dass es auch die erfahrenen Düsseldorfer können, bewies Kapitän Alexander Barta (37) kurz vor dem Drittelende nach gutem Zuspiel von Daniel Fischbuch. Doch lange hielt die erste Düsseldorfer Führung des Tages nicht, noch vor der zweiten Sirene glichen die Gäste wieder aus. Fast hätte Barta die DEG erneut in Führung gebracht, doch sein Schuss in der 46. Minute landete am Pfosten. Auf der anderen Seite musste der erneut starke Mirko Pantkowski (22 Paraden) gegen Max Görtz sein ganzes Können aufbieten, um den Rückstand zu verhindern.

So ging es in die Verlängerung, in der Daniel Fischbuch nach eineinhalb Minuten allein auf das Wolfsburger Tor zulief und souverän einschob. Der zweite Sieg war perfekt, nach dem die DEG weiter auf Rang zwei der Vierergruppe steht. Bleibt das so, qualifiziert sie sich fürs Halbfinale. Damit war nach dem 0:7 in Wolfsburg nicht unbedingt zu rechnen.

Statistik:

Düsseldorfer EG - Grizzlys Wolfsburg 3:2 (0:1, 2:1, 0:0, 1:0)

DEG: Tor: Pantkowski (Hane); Abwehr: Geitner, Jensen - Ebner, Nowak - Zanetti, Johannesen - Dersch; Angriff: From, Carey, Flaake - Kammerer, Barta, Fischbuch - Jahnke, Eder, Ehl - Wrede, Buzas, Alanov

Schiedsrichter: Kopitz/Rantala

Zuschauer: keine

Tore: 0:1 (1:30) Bruggisser (Pfohl, Rech), 1:1 (22:04) Ehl (Jahnke/5-4), 2:1 (37:10) Barta (Fischbuch, Kammerer), 2:2 (38:42) Pfohl (Olimb, Järvinen/5-4), 3:2 (61:34) Fischbuch (Kammerer/3-3)

Strafminuten: DEG 4 (+ 20 Carey), Wolfsburg 8

Torschüsse: 26:22