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MagentaSport-Cup 2020: So geht die Düsseldorfer EG in das Turnier

Vorbereitungsturnier der Liga : So geht die Düsseldorfer EG in den Magenta-Sport-Cup

Für acht Vereine der Deutschen Eishockey-Liga geht es ab Mittwoch wieder unter Wettbewerbsbedingungen aufs Eis. Beim Vorbereitungsturnier in den nächsten vier Wochen ist auch die Düsseldorfer EG dabei. Aber unter welchen personellen und finanziellen Voraussetzungen geht sie in den Magenta-Sport-Cup?

Franz Reindl war sich sicher: „Es funktioniert“, sagte der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am vergangenen Wochenende beim Deutschland-Cup in Krefeld. Der habe – mit Hygienekonzept, aber ohne Fans – bewiesen: Man kann in Corona-Zeiten Eishockey spielen. Das versucht ab Mittwoch auch die Deutsche Eishockey-Liga (DEL). Acht Monate nach dem Saisonabbruch beginnt der Mangenta-Sport-Cup – als Einladungsturnier des TV-Senders und der Liga. Ein Turnier, um zu testen, ob auch der Ligabetrieb funktionieren kann. Acht Teams sind dabei, nicht die Kölner Haie, die den Kostenapparat nicht ohne garantierte Saisonzusage hochfahren wollen, aber die Krefeld Pinguine und die Düsseldorfer EG.

Was erhofft sich die DEG vom Magenta-Sport-Cup? Vor allem: keine Corona-Fälle und dadurch bedingte Spielausfälle, wie es sie in anderen Ligen gibt. Zudem soll sich der Kader nach Monaten ohne Eistraining einspielen und Fans vor die Bildschirmen locken. Vor Ort wird es keine geben, aber man muss den Sponsoren ja was bieten.

Wie finanziert der Verein die Teilnahme? Mit Hilfsgeldern vom Bund, den Zuschüssen der Gesellschafter, der Antrittsprämie, Sponsoring und dem Gehaltsverzicht der Spieler. Nach den 25 Prozent im Sommer haben die Spieler noch mal individuelle Vereinbarungen mit der DEG getroffen. Ohne die ginge es nicht, sagt Geschäftsführer Harald Wirtz.

Was sagen die Spieler zum Neustart? Die sind einfach froh, wieder ihrem Beruf nachgehen zu können. Und dennoch: Gekürzte Gehälter, strenge Auflagen, gesundheitliche Risiken, die Unsicherheit, ob es wirklich eine Saison gibt – all das beschäftigt sie. Aber DEG-Kapitän Alexander Barta sagt: „Wenn du den ersten Schritt nicht probierst, brauchst du nicht über den zweiten nachdenken.“ Die Alternativen seien gewesen: „Entweder wir machen Abstriche oder wir sitzen zu Hause auf der Couch.“

Wie lief die Vorbereitung? Holprig. Monatelang herrschte Kurzarbeit, Mannschaftstraining gab es nicht. Erst vergangene Woche ging es los, aber längst nicht alle Spieler waren da. Diese Woche soll das besser aussehen, auch wenn der Kader weiterhin weder komplett noch eingespielt ist. Aber dafür soll ja das Turnier sorgen.

Welche Spieler sind dabei? 21 sind im Kader, niemand ist richtig schwer verletzt. Von Kapitän Barta über Nationalspieler wie Marco Nowak oder Daniel Fischbuch bis Torhüter Hendrick Hane sind viele einsatzbereit. Aber es gibt im Team auch Corona-Fälle und angeschlagene Spieler.

Welche Spieler werden fehlen? Die verletzten Ken-André Olimb und Alexander Karachun, vielleicht der ein oder andere ausländische Spieler, der nicht früh genug oder noch gar nicht da ist. Dann gibt es Corona-Fälle. Ob Torhüter Mirko Pantkowski, in der Vorwoche positiv getestet, rechtzeitig dabei sein kann, ist unklar. Und natürlich fehlen die Spieler, die Manager Niki Mondt noch verpflichten will. Das geht erst, wenn es am 19. November grünes Licht für die richtige Saison gibt.