CDU-Vorsitz: Das denken Merz, Spahn und Kramp-Karrenbauer über Flüchtlinge, Steuern und Pflege

Kandidaten für CDU-Vorsitz: Zur Sache bitte!

Ist sie links oder er rechts? Bei der Kampfkandidatur um den CDU-Vorsitz gehe es um eine Richtungsentscheidung, heißt es. Ist das so? Wohin würden die Politiker die CDU und das Land führen? Wir haben uns aktuelle und frühere prägnante Positionen der Bewerber bei zentralen Fragen angeschaut.

Sechs Tage nach den Eilmeldungen aus dem CDU-Präsidium mit der Nachricht, dass Angela Merkel schon Anfang Dezember als Parteichefin aufhört, sitzen die wichtigsten Frauen und Männer der Partei am Sonntag wieder im Konrad-Adenauer-Haus zusammen und staunen über sich selbst: Da bricht das irgendwann Absehbare, dann aber alle Überraschende über sie herein, doch die Hektik hat sich nach nicht mal einer Woche schon gelegt. Als „bemerkenswert gelöst“ beschreibt ein Präside die Stimmung.

Das hängt damit zusammen, dass es hier nicht darum geht, schnellstmöglich irgendwelche Seilschaften zu bilden, um dem einen oder anderen Startvorteile zu verschaffen. Das Präsidium und danach der Vorstand setzen auf den Verzicht von Vorfestlegungen.

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Mehr denn je soll die CDU-Basis die Wahl haben und sich in zahlreichen Regionalkonferenzen selbst ein Bild davon machen, was die drei aussichtsreichsten Kandidaten Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz persönlich auszeichnet und mit welchen Themen sie die CDU wohin führen wollen. Zwar wird der eine oder andere Präside die Delegierten aus seiner Region bitten, bei den Regionalkonferenzen ihr Ohr an der Basis zu haben. Denn eine Urwahl durch alle Mitglieder sieht das Statut der CDU nicht vor. Doch letztlich ist jeder Delegierte bei der geheimen Wahl am 7. Dezember allein seinem Gewissen verantwortlich.

Dabei werden auch die Erwartungen eine Rolle spielen, wann es unter wessen Führung zu einem Wechsel im Kanzleramt kommt. In manchen Berliner Ministerien, selbst in den von der SPD regierten, wird bereits intensiv gewispert, dass es schon in wenigen Monaten zum Macht- und Koalitionswechsel kommen könnte.

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