Ökonomen: "Vollbeschäftigung bis 2025 möglich"

Ökonomen zu Wahlziel der Union: "Vollbeschäftigung bis 2025 möglich"

Die Chefs von Wirtschaftsforschungsinstituten halten das von der Union angekündigte Ziel der Vollbeschäftigung in Deutschland bis 2025 für erreichbar.

Vollbeschäftigung bis 2025 ist die zentrale Botschaft im Wahlprogramm von CDU und CSU. Ökonomen halten sie schon für erreicht, wenn die Arbeitslosenquote auf drei bis vier Prozent gesunken ist. Da eine bestimmte Anzahl von Arbeitnehmern stets gerade dabei ist, den Job zu wechseln und daher vorübergehend in die Arbeitslosenstatistik fällt, muss die Quote nicht auf Null sinken, um von Vollbeschäftigung zu sprechen.

Zuletzt lag sie bei 5,7 Prozent. Um unter vier Prozent zu kommen, müsste die Zahl der Arbeitslosen bis 2025 nach Berechnungen des Ifo-Instituts um rund 700.000 sinken. Angesichts der Beschäftigungserfolge der letzten Jahre ist das nicht unrealistisch. Dabei hilft auch, dass wegen der Alterung zunehmend Menschen im Rentenalter aus der Statistik herausfallen.

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Vollbeschäftigung werde "aber nur erreicht, wenn die Politik in den nächsten Jahren die Voraussetzungen dafür schafft, vor allem in der Sozial-, Arbeitsmarkt- und Infrastrukturpolitik", sagte IW-Chef Hüther. So müsse in schnelles Internet investiert werden, und die Lohnnebenkosten dürften nicht stark steigen. Zudem müsse sich die nächste Bundesregierung auf den Abbau der verhärteten Sockelarbeitslosigkeit von 1,2 Millionen Langzeitarbeitslosen konzentrieren.

(mar)