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Cold Response: US-Flugzeug bei Nato-Übung im arktischen Norwegen verschwunden

„Cold Response“ : US-Militärflugzeug bei Nato-Übung im arktischen Norwegen verschwunden

Die Nato-Übung „Cold Response“ in der Arktis nahe der russischen Grenze war bereits vor dem Angriffskrieg auf die Ukraine geplant. Bei schlechtem Wetter wurde dort ein amerikanisches Militärflugzeug vermisst gemeldet.

  Die örtlichen Rettungskräfte teilten mit, das Militärflugzeug vom Typ Osprey mit vier Besatzungsmitgliedern an Bord sei um 18.26 Uhr MEZ südlich von Bodö verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt hätten in dem Gebiet schlechte Wetterbedingungen geherrscht.

Um 21.17 Uhr sei aus der Luft die Unglücksstelle entdeckt worden. Wegen des schlechten Wetters sei eine Landung jedoch nicht möglich gewesen. Rettungskräfte seien auf dem Weg dorthin. "Wir sind nicht am Unglücksort selbst, wir wissen daher nichts über die vier Personen an Bord. Aber wir wissen, dass es sich um eine Absturzstelle handelt", sagte ein Sprecher des Rettungsdienstes, Jan Eskil Severinsen, dem Fernsehsender NRK.

Die US-Armee bestätigte einen "Zwischenfall" mit einem Osprey-Flugzeug der US-Marines, der sich während "einer Übung in Norwegen im Rahmen des Nato-Manövers 'Cold Response 22'" ereignet habe. Die Unglücksursache sei Gegenstand von Ermittlungen, sagte ein Sprecher.

An dem Manöver "Cold Response" nehmen seit Montag nach Angaben des Militärbündnisses rund 30.000 Soldaten, 200 Flugzeuge und 50 Schiffe aus 27 Nationen teil, darunter auch Schweden und Finnland, die nicht Teil der Nato sind. Auf dem Wasser, in der Luft und an Land soll dabei die Verteidigung Norwegens unter schwierigen klimatischen Bedingungen geprobt werden.

Die Nato hält die "Cold Response"-Übung üblicherweise alle zwei Jahre ab. Das bis zum 1. April dauernde Manöver, das nur wenige hundert Kilometer von der russischen Grenze entfernt stattfindet, war daher schon lange vor Russlands Invasion in der Ukraine angesetzt worden. Moskau wurde nach Nato-Angaben ausführlich informiert und eingeladen, Beobachter zu schicken, lehnte dies aber ab.

(peng/AFP)