Studenten-Leben : Die letzten Meter

Sie neigt sich dem Ende zu: Meine studentische Zeit werde ich schon bald nur noch aus der Retrospektive betrachten. Das Gefühl, die Bachelorurkunde in den Händen zu halten und den mittlerweile obligatorisch gewordenen Akademikerhut auf der Abschlussfeier wegzuwerfen, ist zum Greifen nah. Mit einem Volontariat beginnt ein neuer Lebensabschnitt, und obwohl die mich erwartende Institution den Namen Schule in sich trägt, wird die Tätigkeit dort mehr mit der eines klassischen Arbeitnehmers zu tun haben als mit Tafel und Kreide.

Bis es aber so weit ist, stehen meinen Kommilitonen und mir noch einige beschwerliche Stunden mit der Abschlussarbeit bevor, die wir bestenfalls mit Korrekturarbeit verbringen und in weniger guten Fällen damit, noch Dutzende Seiten füllen zu müssen. Es ist darüber hinaus beliebt geworden bei Studienarbeiten, die eigenen Forschungsergebnisse mit bunten Grafiken zu unterfüttern. "SPSS" heißt ein Programm, in das sich krude Zahlenreihen eingeben lassen und das daraus opulente Diagramme formt.

Gut sieht das aus, denken sich besonders viele Studenten auf unserem Campus, und basteln, bis die Tasten glühen. Dumm nur: Bei einigen bleibt der Bildschirm schwarz, weil die Hochschule nicht über ausreichend Lizenzen verfügt. Da hilft nur eins: die kostenlose Testversion herunterzuladen. So ein bisschen Bluthochdruck darf zum Ende gern noch einmal sein.

(RP)