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Mutter durch Holzklotz getötet: Die Angst fährt mit

Mutter durch Holzklotz getötet : Die Angst fährt mit

Oldenburg (RP). Immer wieder kommt es vor, dass meist jugendliche Täter Steine, Gullydeckel und selbst Kühlschränke von Autobahnbrücken auf die Fahrbahn werfen. Das Motiv ist oftmals Frust oder Langeweile. Bei vielen Autofahrern fährt die Angst mit.

Die 33-Jährige aus Warendorf hatte keine Chance. Ein riesiger Holzklotz durchschlug am Ostersonntag gegen 20 Uhr die Windschutzscheibe ihres Autos und tötete die zweifache Mutter. Ein Unbekannter hatte das Geschoss bei Oldenburg von einer Autobahnbrücke geworfen. Fälle wie dieser sind zwar selten, doch sie kommen immer wieder vor. Und immer wieder kommen Menschen dabei ums Leben.

Die Oldenburger Polizei geht unterdessen den ersten Hinweisen nach. Bei der 22-köpfigen Mordkommission meldeten sich Autofahrer, die etwa 30 Minuten vor der Tat eine Personengruppe auf der Brücke über die A29 bemerkt haben wollen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Staatsanwaltschaft verdoppelte die Belohnung für Tat-Hinweise auf 6000 Euro.

Ermittlerteams sollen am Dienstag alle Personen in Umkreis von rund einem Kilometer um die Brücke befragen, sagte Polizeisprecher Sascha Weiß. In der Nähe der Brücke wurde inzwischen auf einem Grundstück ein Holzstapel entdeckt. Untersuchungen müssten nun klären, ob die Tatwaffe, ein Spaltklotz, von dort stamme.

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(RP)