Aktion "Einheitsbuddeln" - So will Schleswig-Holstein zum Tag der deutschen Einheit das Klima retten

Aktion "Einheitsbuddeln" : So will Schleswig-Holstein zum Tag der deutschen Einheit das Klima retten

Am Tag der deutschen Einheit soll ein ganzer Wald entstehen. Das ist zumindest die Idee des diesjährigen Gastgeber-Bundeslandes Schleswig-Holstein. Jetzt bekommt die Aktion prominente Unterstützung.

Bäume pflanzen für das Klima - eine gute Sache, dachte sich das Land Schleswig-Holstein und rief die Aktion „Einheitsbuddeln“ ins Leben. Am 3. Oktober soll jeder Bundesbürger einen Baum pflanzen. Anlass für die Aktion sind die Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit, die in diesem Jahr von Schleswig-Holstein ausgetragen werden.

Für die Aktion, die bereits vor einem Monat vorgestellt wurde, hat das Land jetzt prominente Unterstützung gefunden. Der Bielefelder Cartoonist Ralph Ruthe wirbt auf Twitter fürs gemeinsame Bäumepflanzen. Nach einem Tag wurde sein Tweet beteits 2900 Mal geteilt.

Auf der Internetseite zu den Feierlichkeiten am 3. Oktober wird die Aktion erklärt: „Stell dir vor, am 3. Oktober würde jeder Mensch in Deutschland einen Baum pflanzen. 83 Millionen. Jedes Jahr. Ein neuer Wald. Von Nord nach Süd, von Ost bis West. Für das Klima.“ Ziel sind zunächst einmal 40.000 Bäume in ganz Deutschland. Dazu gibt es eine Karte, auf der man nachvollziehen kann, wo überall Bäume gepflanzt werden sollen. Etwas mehr als die Hälfte ist schon zusammengekommen (Stand 13. August).

Die Aktion startete bereits am 10. Juli, berichteten die „Kieler Nachrichten“. Zuvor hatte eine Studie der Technischen Hochschule Zürich für Aufmerksamkeit gesorgt. In ihr zeigen die Forscher auf, dass Bäume zu pflanzen das Potenzial dazu habe, zwei Drittel der bislag von Menschen verursachten klimaschädlichen CO2-Emissionen aufzunehmen. So sei das Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad noch erreichbar.

Die Aktion „Einheitsbuddeln“ soll deswegen keine Eintagsfliege sein: Jedes Jahr am 3. Oktober sollen die Deutschen Bäume pflanzen. Wer selbst keinen Platz für einen Baum hat, kann sich einer sogenannten „Pflanzparty“ anschließen. Diese kann man auf der Internetseite der Aktion anmelden. Interessierte können dann dazukommen. Oder man spendet eben für einen Baum.

Ralph Ruthe wurde nach eigenen Angaben gefragt, ob er die Aktion bekannt machen kann. „Eine super Idee“, befand er und twitterte, wie jeder mitmachen kann. Unterstützt wird das Ganze von dem Augenoptiker Fielmann, der laut „Kieler Nachrichten“ die ersten 10.000 Bäume stiftet. Ralph Ruthe hat seinen eigenen Sponsor Mitsubishi beteiligt, der 1000 Bäume spendet.

Zuletzt hatten zwei Länder mit Baumpflanzaktionen auf sich aufmerksam gemacht. In Äthiopien sollen bis Oktober vier Milliarden Bäume gepflanzt werden. In nur zwölf Stunden haben es die Menschen bei einer Mitmachaktion bereits geschafft, 353 Millionen Bäume zu pflanzen. In Indien pflanzten die Menschen an einem Tag 220 Millionen Bäume. Auch dort will die Regierung ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen.

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