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Kaarst: Stadt bekämpft Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner in Kaarst : Stadt bekämpft gefährliche Raupen

In Kaarst wurden Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner ergriffen. Dazu werden Bäume seit Dienstag mit einem bakteriellen Protein behandelt.

Der Eichenprozessionsspinner ist mittlerweile in Deutschland weit verbreitet. Ab Anfang April schlüpfen die neuen Raupen, ab Mitte Mai kann dies auch unangenehme Folgen für Menschen haben. Die Stadt Kaarst hat nun vorbeugende Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner getroffen.

Bei trockenen Wetterverhältnissen werden seit Dienstagmorgen ab 7 Uhr Behandlungen bestimmter Bäume mit einem bakteriellen Protein vorgenommen. Für Menschen, Haustiere oder Pflanzen ist dieses Protein nachweislich nicht schädlich. Für die Zeit der Ausführung wird der Stadtpark sowie betroffene Bereiche im öffentlichen Grün für den Durchgang gesperrt. Die Ein- und Durchgänge sind durch Sperrschranken gekennzeichnet. Nach Durchführung der Maßnahme werden die Bereiche zeitnah wieder freigegeben.

Ralf Stübben, Leiter des Baubetriebshofes, erklärt: „Im Kaarster Stadtgebiet finden sich immer häufiger vom Eichenprozessionsspinner befallene Eichen. Der Klimawandel sowie die steigenden Temperaturen im Frühjahr begünstigen den Schlupf und die Vermehrung der Raupen.“ Zugleich erklärt Stübben, warum die Raupe so gefährlich für Menschen ist. „Bei Gefahr werfen die Raupen Brennhaare ab, die ein Eiweißgift enthalten. Das kann starken Juckreiz und allergische Reaktionen sowie Atembeschwerden hervorrufen“, sagt er.

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Um Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden, müssen die Eichen deshalb vorbeugend behandelt werden. Die Behandlung der Bäume muss zum Schlupfzeitpunkt der Raupen erfolgen. Stübben: „Wird dieser Zeitpunkt verpasst, ist die Maßnahme wirkungslos. Deshalb behandeln wir jetzt alle befallenen und benachbarten Eichen.“

(NGZ)