Rennes: Menschen sitzen Silvester stundenlang in Karussell fest

Jahreswechsel in 50 Metern Höhe : Acht Menschen stundenlang in Karussell gefangen

Acht Kirmesbesucher haben den Jahreswechsel in Eiseskälte und schwindelerregender Höhe verbringen müssen: Neun Stunden lang steckten sie über der französischen Stadt Rennes in einem defekten Fahrgeschäft fest und mussten schlimme Ängste ausstehen.

Normalerweise befördert der "BomberMaxxx" die Fahrgäste auf der Kirmes an einem rund 50 Meter langen metallenen Schwenkarm im Kreis herum. Ausgerechnet am Silvesterabend blockierte das Gerät.

"Ich hätte nie gedacht, dass wir da noch rauskommen, es war wirklich traumatisch", sagte der 23-jährige Antoine am Dienstagmorgen nach seiner Rettung durch die Feuerwehr. "Es hat lange gedauert, es war kalt, und es war furchteinflößend." Ein weiterer Fahrgast berichtete: "Wir haben Funken gesehen, ein metallisches Geräusch gehört und das Schlimmste befürchtet."

Die Feuerwehr rückte an, musste aber feststellen, dass ihre Rettungsleiter mit 30 Metern zu kurz war. Darauf wurde ein Hubschrauber entsandt, der einen der festsitzenden Passagiere aus dem Fahrgeschäft hob. Für die anderen sieben Passagiere wurde ein Seilsystem angebracht: Einer nach dem anderen wurde abgeseilt.

Betreiber Alexandre Thinel sprach von einem "technischen Fehler, der nie zuvor passiert" sei. Ein neu eingebautes Teil sei gebrochen und habe das gesamte Fahrgeschäft lahmgelegt. "Glücklicherweise waren unsere Kunden nicht in Gefahr", sagte er. "Das Problem war nur, sie wieder runterzubringen."

„Mein Sohn wird dort oben seinen 17. Geburtstag feiern, er wurde am 1. Januar geboren“, zitierte „France Bleu“ eine Mutter. Ein 47-Jähriger Mann schilderte dem Sender: „Alle waren ruhig, es lief gut, wir konnten sogar das Feuerwerk bewundern.“ Das nächste Silvester wolle er allerdings zu Hause im Warmen mit Champagner feiern.

(rls/AFP/dpa)
Mehr von RP ONLINE