Deutscher soll 100 Feuer gelegt haben: Neue Vorwürfe gegen L.A.-Brandstifter

Deutscher soll 100 Feuer gelegt haben: Neue Vorwürfe gegen L.A.-Brandstifter

Ein in den USA wegen Brandstiftung in 37 Fällen angeklagter Deutscher wird sich wegen weiterer Feuer verantworten müssen. Dem 24-Jährigen würden weitere 63 Brände zur Last gelegt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Los Angeles am Dienstag.

Damit wirft ihm die Anklage Brandstiftungen in insgesamt 100 Fällen vor. Der mutmaßliche Täter sollte noch am Dienstag in einer Anhörung vor Gericht in Los Angeles zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung nehmen.

Die Behörden vermuten, dass der 24-Jährige aus Wut über die bevorstehende Abschiebung seiner Mutter nach Deutschland am Neujahrswochenende die Brände in Los Angeles gelegt hat. In den meisten Fällen wurden Fahrzeuge angezündet, die Flammen griffen zum Teil auf Gebäude über. Ernsthaft verletzt wurde niemand.

Der Schaden soll bei drei Millionen Dollar (2,3 Millionen Euro) liegen. Bei einer Verurteilung drohen ihm mehrere Jahrzehnte Haft. Die Mutter des Mannes muss sich in Deutschland wegen 19-fachen Betrugs vor Gericht verantworten.

In Hessen wird zudem gegen den 24-Jährigen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Marburg prüft, ob er auch einen Brand im Schwalm-Eder-Kreis gelegt hat. Bei einer Anhörung Anfang Januar machte Harry B. einen verwirrten Eindruck. Seine Mutter hatte ihn zuvor als psychisch krank bezeichnet.

(APD)
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