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Los Angeles: 45-Jähriger zum Todes verurteilt

Wegen Ermordung von zwei Frauen : 45-Jähriger in Los Angeles zum Todes verurteilt

Ein 45-jähriger Mann ist in Los Angeles zum Tode verurteilt worden. Eines seiner Opfer war eine Bekannte von Schauspieler Ashton Kutcher, der auch im Prozess aussagte. Eine dritte Frau entkam dem Angeklagten.

Wegen der Ermordung von zwei Frauen und der versuchten Tötung einer dritten ist ein Mann in Kalifornien zum Tode verurteilt worden. Angehörige der Opfer weinten im Gerichtssaal, als Richter Larry Fidler in Los Angeles das Urteil über den 45-Jährigen Angeklagten sprach. Wo auch immer er hingegangen sei, seien ihm Tod und Zerstörung gefolgt, sagte Fidler über den Beschuldigten. Der Fall erfuhr zusätzliche Aufmerksamkeit, weil eines der Opfer im Begriff war, mit dem Hollywood-Schauspieler Ashton Kutcher auszugehen, der im Prozess auch aussagte.

Ein Geschworenengericht hatte den Angeklagten schon vor zwei Jahren schuldig gesprochen und die Todesstrafe empfohlen. Die Verkündung des Strafmaßes zog sich jedoch wegen Verfahrensfragen und der Corona-Pandemie hin. Der Angeklagte drang nach Überzeugung des Gerichts 2001 in das Haus einer 22-jährigen Design-Studentin in Hollywood ein. Kutcher sagte vor Gericht aus, er sei verspätet bei ihr angekommen, um sie abzuholen, und sie habe die Tür nicht geöffnet. Durch ein Fenster habe er Flecken gesehen, die er für verschütteten Wein gehalten habe. Tatsächlich war es Blut der jungen Frau. Sie wurde mit 47 Stichwunden aufgefunden.

Der Angeklagte wurde außerdem des Mordes an einer 32-jährigen Mutter von vier Kindern schuldig gesprochen. Sie wurde 2005 tot in ihrem Haus aufgefunden. Ihre Brüste waren abgetrennt, ihre Implantate entfernt. Außerdem versuchte der Beschuldigte 2008, eine weitere Frau in ihrer Wohnung in Santa Monica zu töten. Sie wehrte sich jedoch und schlug ihn damit in die Flucht. Die Blutspur, die der Mann hinterließ, führte schließlich zu seiner Verhaftung.

Der Angeklagte arbeitete als Handwerker, Türsteher und Gelegenheitsschauspieler. Die Medien gaben ihm Namen wie „The Chiller Killer“ und „The Hollywood Ripper“. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete ihn als „The Boy Next Door Killer“, weil er in der Nähe seiner Opfer wohnte, die er verfolgte und dann in ihren Wohnung angriff.

Es ist unwahrscheinlich, dass er in naher Zukunft hingerichtet wird. Kalifornien hat seit 2006 keine Todesstrafe vollstreckt und Gouverneur Gavin Newsom hat die Hinrichtungen gestoppt, solange er im Amt ist. Aber die Gerichte gehen davon aus, dass die Hinrichtungen eines Tages wieder aufgenommen werden können.

(zim/dpa)