Xanten: NRW-Stiftung würdigt Ansatz des neuen Museums

Xanten: NRW-Stiftung würdigt Ansatz des neuen Museums

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Natur-Heimat-Kultur fördert den Aufbau des Nibelungen(h)orts in Xanten mit 200 000 Euro. Das gab die Stiftung gestern in Düsseldorf offiziell bekannt.

Bislang, so hieß es zur Begründung, sei Xanten zwar als Handlungsstätte des sagenhaften Nibelungenliedes so bekannt wie Worms und der Drachenfels in Königswinter; in der Stadt könne man aber dort nichts erfahren über die Sage und das Helden-Lied, das 2009 immerhin in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

Mit der neuen, Ausstellung auf 100 Quadratmeter solle sich das nun ändern, heißt es weiter. Und dafür habe die Stiftung unter dem Vorsitz von Bundesminister a.D. Jochen Borchert nun das Geld zur Verfügung gestellt.

Gegenstand der Ausstellung, so begründet die NRW-Stiftung die Vergabe, werde die Niederschrift des Nibelungenliedes sein, die um 1200 von einem unbekannten Dichter festgehalten wurde.

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Die drei Handschriften aus dem 13. Jahrhundert (natürlich nicht die Originale) werden in der Ausstellung zu sehen sein. Ausdrücklich würdigt die NRW-Stiftung, dass der Nibelungenmythos – ein herausragendes Beispiel der europäischen Heldenepik – vergleichbar mit der griechischen Troja-Saga – in Xanten auch in ihrer Übernahme in Kultur und Gesellschaft bis in die heutige Zeit dargestellt werde. Gespannt dürfe man auf die Ausstellungsgestaltung sein, die Design-Studenten der Hochschule Niederrhein in Krefeld entworfen haben.

Die NRW-Stiftung verweist zudem darauf, dass sie neben dem Nibelungen(h)ort auch bei der Restaurierung der Stiftsbibliothek geholfen und damit den Grundstein fürs Stiftsmuseum gelegt hat, das im Mai eröffnet wird.

Die NRW Stiftung hat seit ihrer Gründung 1986 mehr als 2300 Projekte im Naturschutz, in der Heimat- und Kulturpflege gefördert. Sie finanziert ihre Förderung überwiegend aus Lotterieeinnahmen. Von zunehmender Bedeutung seien wegen der Vielzahl der an sie herangetragenen Vorhaben aber auch Spenden und Mitgliedsbeiträge des Fördervereins mit inzwischen über 7600 Mitgliedern.

(RP)
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