Fußball: Ulli Schneider ist zurück

Fußball: Ulli Schneider ist zurück

Nach seiner Knieverletzung steht der Xantener Ulli Schneider wieder als Nummer eins im Tor der Eintracht aus Trier. Über die Zweitvertretung des Fußball-Regionalligisten kämpfte sich der Schlussmann zurück ins Team.

Trier/Xanten Eintracht Trier gegen den 1. FC Saarbrücken – ein Prestigeduell. 5150 Zuschauer sehen die Begegnung im Moselstadion. Die Stimmung knistert. Letztendlich trennen sich die Traditionsmannschaften mit 2:2. Doch ein Eintracht-Spieler ist der große Gewinner: Ulli Schneider. Der Xantener in Diensten des Fußball-Regionalligisten feiert nach 14 Monaten sein Comeback im Tor der Blau-Schwarzen. Seit jenem 23. Februar ist Schneider die neue alte Nummer eins zwischen den Pfosten des Eintracht-Tores.

"Das war genau der Moment, auf den ich so lange hingearbeitet habe. Es war einfach schön, zurück zu sein", beschreibt der Torwart seine Gefühlslage beim Einlaufen zu seinem Comeback-Spiel. Seit seinem letzten Regionalliga-Einsatz war viel Zeit vergangen. Im Dezember 2008 zog sich der sympathische Schlussmann eine schwere Knieverletzung zu – Meniskus- und Knorpelschaden. Bis März 2009 folgten drei Operationen, aber erst die dritte war auch wirklich erfolgreich. Anschließend musste der 28-Jährige in Düsseldorf fünf Monate Reha über sich ergehen lassen. Da sich seine Beinmuskulatur enorm zurückgebildet hatte, musste er quasi von Null anfangen. Die drei bis vier Reha-Stunden pro Tag bezeichnet der Keeper als Schinderei, "aber es hat sich gelohnt".

Einsätze in der Verbandsliga

Das hat es in der Tat. Der fitte und wiedergenesene Schneider, zunächst die Nummer drei, sammelte Anfang der aktuellen Spielzeit Spielpraxis bei der "Zweiten" in der Verbandsliga. Sein dortiger Trainer hieß Reinhold Breu. In der Winterpause verkündete der damalige Coach der "Ersten", Ex-Profi Mario Basler, dass die Karten im Tor neu gemischt werden. "Da habe ich dann ordentlich Gas gegeben", so der 1,93 Meter lange Schlussmann. Basler schenkte jedoch Assen Alexov das Vertrauen. Doch die Eintracht-Verantwortlichen tauschten Basler bald durch einen anderen Coach aus: Reinhold Breu. Dieser legte sich auf Schneider als ersten Torwart fest. "Ich habe zwar vom Trainerwechsel profitiert, hatte aber ein gutes Verhältnis zu Mario Basler. Mario hatte sich eben für einen anderen Torhüter entschieden", erläutert der Wahl-Trierer.

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Verletzungsfrei bleiben

Somit zählte der Diplom-Kaufmann gegen Saarbrücken und in Bonn zum Stamm. "Jetzt möchte ich Spiel für Spiel meine Leistung bringen und in erster Linie natürlich verletzungsfrei bleiben", nennt Schneider seine persönlichen Ziele. Der Xantener hat sich zudem vorgenommen, mit der Eintracht den Klassenerhalt zu schaffen und den Rheinland-Pokal zu gewinnen. Jener Pokalsieg würde zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigen.

Nach langen 14 Monaten ist Ulli Schneider zurück in der Regionalliga – und bald vielleicht auch im DFB-Pokal.

(RP)