Wermelskirchen: Tapetenwechsel mit Liedern der Knef

Wermelskirchen : Tapetenwechsel mit Liedern der Knef

2015 will die "Stephanus-Combo" ein Konzert mit diesen Liedern auch im Kultkino "Filmeck" geben.

Lange Tapetenbahnen hingen von der Decke des Gemeindezentrums in Hilgen-Neuenhaus. Plattenhüllen dienten als Dekoration und ein alter Diaprojektor zeigte Bilder von Kinoplakaten und Fotos der berühmten Schauspielerin und Sängerin Hildegard Knef. Ein alter Plattenspieler mit Wechsler und eine Stehlampe gehörte zur Bühnendekoration und auch die Instrumente waren entsprechend ausgewählt. "Wir haben auf alles Digitale verzichtet", sagte Bassist Patrick Mühlhausen. "Es soll authentisch sein, wie die Musik in den 50er und 60er Jahren."

Die Band "Stephanus-Combo" - das sind Heike Endepols (Gesang, Melodika, Klavier), Janina Fiß (Gesang, Flöte, Klavier), Volker Groß (Gitarre), Markus Hoffrogge (Schlagzeug) und Patrick Mühlhausen (Gesang, Bass). Vor zwei Jahren wurden die Musiker zu einem Konzert eingeladen und sollten Schlager spielen. "Das ist nicht so unsere Welt", sagte Mühlhausen. "2012 jährte sich zum zehnten Mal der Todestag von Hildegard Knef. Und ihre Musik war ja eine Mischung aus Schlager und Jazz."

Mittlerweile hat die Stephanus-Combo zwei Konzerte mit den Knef-Titeln gespielt, immer mit gutem Erfolg. Das Repertoire ist gewachsen und reicht heute für ein komplettes Konzert. Für jede Sängerin ist es schwierig, diese Lieder zu singen. Zu einzigartig war die rauchige Stimme von Hildegard Knef, die immer noch den Zuhörern im Ohr ist. Sängerin Janina Fiß versuchte denn auch nicht, "die Knef" nachzumachen. Sie sang mit ihrer eigenen Stimme, in ihrer eigenen Art. Gut so. Einfacher hatte es Patrick Mühlhausen beim Gesang. Bei ihm erwartete niemand die Knef-Stimme.

Das Programm war ein Querschnitt aus den großen Erfolgen: "In dieser Stadt", "Tapetenwechsel" oder "Bei dir war es immer so schön". Kleine Textbeiträge erklärten die Entstehung der Lieder und gaben Informationen über Komponisten und Erfolge.

Beim Titel "Aber schön war es doch" wurde dann mit geklatscht. Und natürlich fehlte nicht der wohl bekannteste Titel: "Für mich soll's rote Rosen regnen" entstand 1968 und erlebte einen erneuten Erfolg 1992 in einer Aufnahme zusammen mit der Gruppe "Extrabreit". Trotz Fußball- und Ferienzeit hieß es bei den Zuhörern: "Aber schön war es doch.".

Für alle, die am Samstag nicht dabei sein konnten, besteht Hoffnung. "Wir haben mit Klaus Schiffler vom ,Film-Eck' gesprochen", sagte Mühlhausen. "In dieses Kultkino passt doch die Musik von Hildegard Knef ganz wunderbar. Geplant ist ein Konzert im Frühjahr 2015".

(wsb)
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