Wermelskirchen: Rehse: Keine Slapstick-Ansätze für Verkehrslösung

Wermelskirchen : Rehse: Keine Slapstick-Ansätze für Verkehrslösung

Kommunalpolitiker wirft der Konkurrenz vor, aus "opportunistischen Gründen" bisherige Vorschläge ignoriert zu haben

Harsche Kritik an den jüngsten Äußerungen des Technischen Beigeordneten Dr. André Benedict Prusa zur Verkehrssituation in der Innenstadt kommt jetzt vom WNKUWG-Fraktionsvorsitzenden Henning Rehse. Seiner Ansicht nach kommen "im gefühlten Stundentakt die neusten Wasserstandsmeldungen" zum fahrenden und ruhenden Verkehr in der Innenstadt; die Probleme seien aber seit Jahren bekannt. Mehrjährigen Analysen folgte bislang nichts, warf er Prusa vor. "Langsam sollten auf Problembeschreibungen und deren Analysen auch mal Maßnahmen und Lösungen folgen", schreibt Rehse in einer Presseerklärung. Er warf aber auch der Politik vor, nicht entsprechende Beschlüsse zu fassen.

Nicht neu sei es, dass Tag für Tag Fahrzeuge "völlig sinnlos" in die Telegrafenstraße "bretterten", weil die Zufahrt zur Telegrafenstraße schlichtweg zu wenig unattraktiv und erschwert werde, sagt Rehse. "Unser Lösungsvorschlag liegt seit zwei Jahren im Rathaus vor, ohne dass sich dafür eine Mehrheit findet." Seine Fraktion fordert die konsequente und nachhaltige Überwachung von Tempo 20 in der Telegrafenstraße, aber auch, unabhängig vom Baufortschritt des Einkaufszentrums Telegrafenstraße, den Umbau der Einmündung Brückenweg/Telegrafenstraße. Ebenso müsse die Schwelle erhöht werden.

Auch die Tempo-30-Regelung auf dem Brückenweg sei ein Grund, warum viele Autofahrer lieber die Telegrafenstraße nutzen würden. Als "psychologischen" Hemmschuh sieht die WNKUWG die "völlig sinnfreien Fußgängerampeln" am Ende des Brückenwegs/Eich. "Wir haben hier schon vor vier Jahren Zebrastreifen beantragt."

Dass in der Innenstadt Parkplätze fehlten, werden von Prusa erst seit Kurzem anerkannt. "Uns liegt noch seine Präsentation vor, in dem er von über 1000 Parkplätzen über Bedarf in der Innenstadt spricht." Schön sei es, dass er sich eines Besseren besinne; aber dann auch mit sinnvollen Lösungen und keinen "Slapstick-Ansätzen" wie der Remscheider Straße als Einbahnstraße.

Rehse vermutet, dass die Konkurrenz aus "opportunistischen Gründen" die WNKUWG-Anträge ablehne. "Vielleicht findet ja die neue CDU-geführte Mehrheit Stärke und Größe, den zielführenden Anträgen der WNKUWG zuzustimmen."

(RP)
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