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Inovative Maskenhalterungen auf Initaitive von Sanitäterin aus Wegberg

Wegbergerin hilft : Sanitäterin sorgt für bequeme Masken

Die Wegbergerin Pia Welfers hat per 3D-Drucker Maskenhalterungen erstellt. Das Interesse ist groß.

Für Rettungssanitäter ist das Tragen von Masken in Zeiten der Corona-Pandemie zwingend erforderlich. Für die Wegbergerin Pia Welters und ihre Kollegen von der Hückelhovenener Rettungswache brachte das ein Problem mit sich: „Wenn man die Masken stundenlang trägt, dann wird es unbequem, dann tun irgendwann die Ohren weh.“ Weil die 34-Jährige in ihrem zweiten Job in einer Erkelenzer Firma medizinische Produkte für Neugeborene entwickelt, nutzte sie die firmeneigenen 3D-Drucker kurzerhand, um spezielle Maskenhalterungen zu erstellen. Am vergangenen Wochenende wurden alle vier Hauptwachen des Kreises Heinsberg mit jeweils 30 Halterungen ausgestattet.

Die Idee hatte Welters vom 13-jährigen Kanadier Quinn Callander, der die Produktionsanleitung über die sozialen Netzwerke im Internet geteilt hatte. Der Jugendliche hatte die Halterung für das Krankenhaus in seiner Heimatstadt entwickelt. Ein Mitarbeiter von Welters modifizierte die Halterung noch leicht und machte sie ein wenig dünner, danach ging sie in den Druck. Das Kunststoffteil wird hinter dem Kopf getragen, die Masken werden seitlich daran befestigt und liegen so enger am Kopf. Dazu drücken die Gummizüge der OP-Masken nicht mehr auf die Ohren. „Das ist viel angenehmer“, sagt Welfers – und habe für Brillenträger den positiven Effekt, dass deren Gläser nicht mehr so schnell beschlagen.

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„Die Kollegen auf der Wache tragen sie alle und finden sie super“, sagt Welfers, „und jetzt fragen alle nach diesen Halterungen“. So sprach sich ihre Idee schnell rum. Mittlerweile haben unter anderem auch die umliegenden Krankenhäuser Interesse angemeldet. „Wir haben in der Firma noch Nachschub“, sagt die Wegbergerin. Unbegrenzt sei der Vorrat aber nicht: „Wir sitzen gerade zusammen und überlegen, wie wir die Halterungen noch optimieren können und wie viele wir überhaupt machen können.“ Schließlich habe ihre erst im Vorjahr gegründete Firma Neotools die Masken bislang verschenkt und schon viel Aufwand in das Produkt gesteckt. „Und wir als kleines Start-up haben gar nicht die Kapazität, ganz NRW mit Halterungen auszustatten.“

Trotzdem war es Welfers wichtig, in der Region zu helfen, weswegen die 3D-Drucker in der Vorwoche auf Hochtouren liefen.

Lokale Hilfsangebote finden Sie auch auf unserer Plattform unter www.rp-gemeinsamstark.de