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Fußball-Mittelrheinpokal: Der FC Wegberg-Beeck will bei Alemannia Aachen überraschen

Mittelrheinpokal : Auf dem Tivoli will der FC Wegberg-Beeck den Sprung ins Finale schaffen

Nach dem überraschenden Sieg gegen Preußen Münster will der FC Wegberg-Beeck nun auch am Mittwoch im Pokal-Halbfinale bei Alemannia Aachen einen Coup landen.

Am Samstag ist dem FC Wegberg-Beeck ein ganz großer Coup gelungen: Das verdiente 2:1 gegen den fünf Monate und 18 Punktspiele ungeschlagenen Tabellendritten Preußen Münster war der bislang wohl größte Regionalliga-Sieg der Schwarz-Roten überhaupt. Womit zugleich der Klassenerhalt endgültig gesichert wurde.

Nach diesem Paukenschlag will die Mannschaft von Trainer Mark Zeh nun auch im Pokal für Furore sorgen: Am Mittwoch tritt Beeck im Halbfinale des Mittelrheinpokals auf dem Tivoli bei Ligarivale Alemannia Aachen an (Anstoß 19.30 Uhr). Vor einem Monat hatten die Kontrahenten an gleicher Stätte um Meisterschaftspunkte gespielt. Die Partie endete leistungsgerecht 1:1.

„Dank des Siegs gegen Münster und auch der Art, wie er zustande kam, ist bei uns eine Euphorie entfacht worden. Mit dieser fahren wir nun auch nach Aachen. Da rechnen wir uns was aus, das Selbstvertrauen ist groß“, sagt Zeh. Er will ins Endspiel.

Der größere Druck lastet auf die Gastgeber, die im Grunde nur mit dem Pokalgewinn und dem damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokal die ansonsten verkorkste Saison halbwegs retten könnten. Im Viertelfinale (Beeck hatte ein Freilos) hatten die Alemannen Dusel: Beim SV Bergisch Gladbach lagen sie bis zur 90. Minute 0:1 zurück, retteten sich dann noch soeben in die Verlängerung. Dort erzielten sie Sekunden vor dem drohenden Elfmeterschießen das 2:1-Siegtor.

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Bis auf Kapitän Maurice Passage, der am Freitag an der lädierten Schulter operiert wird, sind bei Beeck alle Mann an Bord. Im anderen Halbfinale stehen sich ebenfalls am Mittwoch die beiden Kölner Klubs Fortuna und Viktoria gegenüber. Das Endspiel findet am Samstag, 29. Mai, im Rahmen des bundesweiten Finaltags der Amateure in Bonn statt.

Abseits des Rasens kommt auf den FC eine eigentlich schon geschlossen gedachte Baustelle hinzu: Der 2. Geschäftsführer Marc Kochs (45) wird nun doch nicht die Nachfolge des Ende Februar 2020 gestorbenen Günter Stroinski als Vorsitzender antreten. So war es geplant, und das war auch Stroinskis ausdrück­licher Wunsch. Wegen der Pandemie konnte die Mitgliederversammlung, bei der Kochs gewählt werden sollte, bislang aber noch nicht stattfinden.

„Im vergangenen halben Jahr ist in mir zunehmend die Entscheidung gereift, dass ich den Schritt zum Vorsitzenden doch nicht machen möchte. Ausschlaggebend sind dafür einige Kleinigkeiten, die sich aber summiert haben. Als dann unser Geschäftsführer Thomas Klingen erklärte, nach der Saison in Beeck aufzuhören, was das für mich das i-Tüpfelchen. Denn mit ihm bricht für mich hier ein ganz wichtiger Eckpfeiler weg“, erklärte Kochs unserer Redaktion, warum er nun doch nicht zur Verfügung steht für den Chefposten. Als 2. Geschäftsführer will Kochs aber weitermachen. Beeck ist nun doppelt auf der Suche: Nach einem Vorsitzenden und einem 1. Geschäftsführer.