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Lokalsport: Viele Baustellen für den TV Lobberich

Lokalsport : Viele Baustellen für den TV Lobberich

Der Handball-Oberligist kämpft aktuell um den Klassenverbleib, muss aber auch schon die neue Spielzeit planen, in der viele Veränderungen anstehen. Christopher Liedtke soll den Spielertrainer geben, neue Spieler werden noch gesucht.

Hendrik Schönkes hat derzeit viel zu tun. Als sportlicher Leiter für den Herrenhandball beim TV Lobberich hat er Markus Kintzelmann abgelöst. "Die Aufgabenverteilung ist eine andere. Für mich ist das in Ordnung", sagt Schönkes. Kintzelmann kümmert sich weiterhin zum Beispiel um das Sponsoring. Schönkes kommt unter anderem die schwierige Aufgabe zu, den Kader für die kommende Spielzeit zusammenzustellen.

Mit der Entscheidung, den derzeit verletzten Rückraumspieler Christopher Liedtke als Trainer für die Oberliga-Mannschaft zu installieren, ist die erste wichtige Weiche gestellt worden. Mit Co-Trainer Markus Holstein wird Liedtke, der daneben auch die B-Jugend trainiert, die Nachfolge von Goran Sopov antreten. "Wir sind froh, dass er das macht. Wir wünschen uns alle, dass er Spielertrainer wird, aber wir können nicht in sein Knie schauen", sagt Schönkes. Nach seiner Kreuzbandverletzung möchte der Routinier noch einmal angreifen und dazu beitragen, dass die Mannschaft in der laufenden Saison den Verbleib in der Oberliga sichert. "Die Chance, in der Oberliga zu bleiben, ist sehr groß. Wir brauchen uns nicht klein machen. Wenn alle dran ziehen, glaube ich dran", sagt Schönkes. Dazu müsse die Mannschaft in den kommenden Wochen allerdings vor allem gegen die direkten Konkurrenten punkten. "Dann erst werden wir sehen, ob den Spielern der Abstiegskampf bewusst ist. Ich kann ihnen auch nur vor den Kopf schauen", sagt Schönkes.

Für die kommende Spielzeit hat Schönkes mit den Spielern des aktuellen Kaders bereits Klarheit. Benedikt Liedtke (TV Aldekerk), Stefan Pietralla (Karriereende) und Jochen Schellekens (TSV Kaldenkirchen) werden den Verein verlassen. Alle anderen Spieler bleiben. Damit gibt es allerdings auch Handlungsbedarf, um die großen Lücken, die durch die Abgänge entstehen, schließen zu können. "Wir haben gute Gespräche mit neuen Leuten geführt", sagt Schönkes. Spruchreif sei jedoch noch nichts. Drei bis vier neue Spieler möchte er für den Verein gewinnen.

Darüber hinaus liegt das Augenmerk darauf, die Vernetzung innerhalb des Vereins voranzutreiben. "Wir haben es in dieser Saison durch die Verletzungen schmerzlich erfahren, dass die Vernetzung mit der Zweiten nicht da war. Die Spieler, die aushelfen, kennen die Abläufe nicht", erläutert Schönkes. Deshalb ist auch bereits abgesprochen, dass Florian Mähler, Stephan Harwardt, Alexander Hankmann und Carsten Schrievers aus der Reserve ins Training der Erstvertretung eingebunden werden und sich in der Vorbereitung für die erste Mannschaft empfehlen können. "Dann können wir schneller reagieren", meint Schönkes, der die zweite Mannschaft als Co-Trainer mit seinem Bruder Andreas betreut. Zudem sollen die A-Jugendlichen mit einem Doppelspielrecht ausgestattet werden, um den reibungslosen Übergang aus der Jugend in die Senioren gewährleisten zu können. "Wir müssen allerdings auch aufpassen, dass wir sie nicht zu früh einsetzen", sagt Schönkes. Ab der kommenden Woche werden, so Schönkes, die Gespräche mit den A-Jugendlichen und den Akteuren der zweiten Mannschaft geführt.

(wiwo)