Handball: Julia Huppertz beendet ihre Karriere

Handball : Julia Huppertz beendet ihre Karriere

Eine Schulterverletzung bremst die Torhüterin des HSV Gräfrath aus.

Eigentlich hatten die Drittliga-Handballerinnen des HSV Gräfrath das spielfreie Wochenende nutzen wollen, um den Kopf frei zu bekommen für die kommenden schweren Aufgaben vor Weihnachten. Stattdessen erreichte die Mannschaft von Trainer Rene Baude die nächste Schreckensnachricht: Torhüterin Julia Huppertz, die die vergangenen beiden Partien wegen einer Verletzung aussetzen musste, wird mit sofortiger Wirkung ihre Karriere beenden.

"Es macht keinen Sinn mehr", sagt die 29-Jährige, die die Schmerzen nicht in den Griff bekommen hat. Huppertz hat seit geraumer Zeit Beschwerden an der rechten Schulter, muss sich im Dezember eine Operation unterziehen. An Leistungshandball ist nicht mehr zu denken. Zudem geht die berufliche Perspektive vor. Ziemlich genau ein Jahr stand Huppertz zwischen den HSV-Pfosten und spielte in den Aufstiegsambitionen eine tragende Rolle.

"Neben Lisa Nettersheim verlieren wir einen zweiten Eckpfeiler", sagt Teammanager Frank Schütz. Trainer Rene Baude stößt in das gleiche Horn, sieht in Huppertz eine absolute Leistungsträgerin verschwinden. "Wir benötigen drei starke Spielerinnen auf dieser Position, das hat man in den vergangenen Wochen gesehen." Auf Weena Ghosh und die aus Leverkusen gekommen Katharina Bommes lastet nun bis zur Weihnachtspause viel Verantwortung. Diese Zeit werden die Gräfrather Entscheidungsträger auch mindestens benötigen, um nach einer Alternative zu suchen.

Die eine oder andere Träne ist bei Verkündung von Huppertz' Abschied vergossen worden. Mit ein wenig Abstand will die schon für Blomberg in der Ersten Liga aktive Julia Huppertz aber unbedingt beim Team dabei bleiben. "Ich kann mir in Zukunft auch eine Tätigkeit in einem gewissen Trainerbereich vorstellen."

(lhep)
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