Solingen: DGB setzt zum 1. Mai auf hochwertige Jobs

Solingen: DGB setzt zum 1. Mai auf hochwertige Jobs

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht auch in Solingen eine größer werdende soziale Schieflage - und will die anstehenden Mai-Feierlichkeiten dazu nutzen, private wie öffentliche Arbeitgeber an ihre gesellschaftlichen Verpflichtungen zu erinnern.

Das betonte gestern der DGB-Vorsitzende in der Klingenstadt, Peter Horn. Der Personalrat der Stadt mahnte auf Nachfrage unter anderem die Verwaltungsspitze, in Zukunft nicht mehr auf befristete Arbeitsverträge im Rathaus zu setzen. Darüber hinaus sieht die Gewerkschaft die Notwendigkeit, in Solingen verstärkt auf Bildung zu setzen sowie vor allem solche Firmen in die Stadt zu holen, die - etwa auf dem Rasspe-Areal - hochwertige Arbeitsplätze schaffen.

Dabei richtet der DGB den Blick nicht nur auf lokale Zusammenhänge. So wird beim Arbeitnehmerempfang der Stadt, der dieses Jahr schon am 28. April (18 Uhr, LVR-Industriemuseum) stattfindet, ein Flüchtling aus Afghanistan auftreten, dem die Abschiebung in die Heimat droht. Weiter wird der Kabarettist Fritz Eckenga zu Gast sein, während bei der Kundgebung am 1. Mai (11.30 Uhr, Neumarkt) unter anderem Solinger über Ausgrenzung, Armut, Integration, Wohlstand berichten, indem sie aus dem DGB-Armutsbericht von 2012 zitieren. Zuvor läuft ab 10.30 Uhr von der Kölner Straße aus die Maidemo. Angesichts der Wahlen in diesem Jahr hat der DGB die Parteien darauf verpflichtet, die Mai-Feiern nicht für Wahlkampf zu nutzen.

(or)