Solingen: Rasspe: Planungsbüros entwickeln Ideen

Solingen: Rasspe: Planungsbüros entwickeln Ideen

Das neue Dach auf dem abgebrannten Hauptgebäude der ehemaligen Firma Rasspe in der Kohlfurth ist zwar immer noch nicht drauf, da kündigt die Stadt bereits ein neuartiges Verfahren zur Revitalisierung der rund 6,6 Hektar großen Gewerbebrache an.

Es soll nicht nur ein städtebaulicher Rahmenplan für das Areal entworfen werden, sondern gleichzeitig wird von den teilnehmenden Stadtplanungsbüros auch erwartet, den städtebaulichen Entwurf durch einen Immobilienökonomen bewerten zu lassen. Das Konzept soll wirtschaftlich tragfähig sein und am Markt realistische Chancen haben. Hierfür wurde Prof. Dr. Guido Spars von der Bergischen Uni gewonnen, der alle drei Teams - rha reicher haase associierte GmbH (Aachen/Dortmund), De Zwarte Hond GmbH (Groningen/Rotterdam/Köln; BJP Bläser Jansen Partner GbR (Dortmund) - während der Erarbeitungsphase begleitet.

Die Stadt und die Wirtschaftsförderung haben die drei Büros beauftragt, Vorschläge zur inhaltlichen Konzeptionierung und städtebaulichen Neuausrichtung zu erarbeiten. "Wir erhoffen uns, durch das innovative Verfahren eine inhaltliche und städtebauliche Zukunftsvision für den Standort zu erhalten, die wir in einem weiteren Schritt auch mit Bürgerschaft und Politik diskutieren können", sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

  • Schwerpunkt Gewerbegebiet Stöcken : Altes Rasspe-Gebäude bekommt neues Dach

In einer ersten Phase sollen die Planungsbüros ein Exposé zur inhaltlichen Ausrichtung des Geländes mit einer Einschätzung zur Realisierung sowie aufbauend auf der inhaltlichen Grundidee einen städtebaulichen Erstansatz in freiem Maßstab und Form bis Ende Januar abgeben. Danach wird ein Büro ausgewählt, das wiederum in einer zweiten Phase den inhaltlichen und städtebaulichen Ansatz bis Mitte März ausarbeitet und detailliert. "Das ausgewählte Stadtplanungsbüro wird in Zusammenarbeit mit Prof. Spars auch einen Organisationsvorschlag zur weiteren Projektentwicklung, Realisierung und Vermarktung des Standortes vorlegen", erklärte Stadtdirektor Hartmut Hoferichter.

In diesem Zusammenhang können auch die weiteren Verfahrensschritte zur Erstellung eines Sanierungsplans durch den Altlastensanierungsverband NRW beziehungsweise das beauftragte Gutachterbüro durchgeführt werden.

(uwv)