Flüchtlinge - alle aktuellen Nachrichten

Flüchtlinge - alle aktuellen Nachrichten (Foto: ap)
Flüchtlinge

Flüchtlinge unterscheiden sich insofern von Migranten, als dass sie sich wegen einer begründeten Furcht vor Verfolgung, sei es wegen ihrer Ethnie, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung, nicht in ihrem Heimatland befinden.

Das Heimatland wird definiert als das Land, dessen Staatsangehörigkeit eine Person besitzt. Ein Flüchtling kann den Schutz dieses Heimatlandes nicht in Anspruch nehmen oder will dies nicht aufgrund der Befürchtungen vor Verfolgung.

Ein Migrant hingegen ist eine Person, die ihren bisherigen Wohnsitz aufgibt, um, aus welchen Gründen auch immer, an einen anderen Wohnsitz zu ziehen. Migranten haben kein Recht auf politisches Asyl, solange man sie nicht als Flüchtlinge definieren kann.

Befindet sich der Flüchtling im Zielland, können asylerhebliche Fluchtgründe geltend gemacht werden und der Flüchtling kann ein Anrecht auf Asyl erhalten. In Deutschland werden Flüchtlinge dann in einem Flüchtlingsheim untergebracht.

Ob der Flüchtling diesen rechtlichen Status erhält, ist abhängig von mehreren Faktoren. Der schutzgebende Staat ist der Genfer Flüchtlingskonvention beigetreten; außerdem richtet sich der Status nach europäischen Rechtsvorschriften innerhalb der Europäischen Union und nach nationalen Rechtsvorschriften.

Asylbewerber zu sein bedeutet, sich in einem laufenden Asylanerkennungsverfahren zu befinden, während anerkannte Asylbewerber als Asylberechtigte bezeichnet werden.

Unterschiedlicher Flüchtlingsstatus

In Deutschland werden weitere Differenzierungen des Flüchtlingsstatus vorgenommen. Die Kontingentflüchtlinge sind die, die aufgrund einer politischen Entscheidung der Bundesregierung aufgenommen werden können und kein Asylverfahren durchlaufen müssen.

Sie erhalten bei Ankunft sofort eine Aufenthaltserlaubnis. Allerdings wird ihnen der Status eines Flüchtlings damit auch aberkannt, sodass für sie eine strengere Rechtsprechung gilt.

Die Flucht, die Flüchtlinge hinter sich haben, wenn sie im Zielland angekommen sind, verläuft meistens unter dramatischen Umständen. Da sie im Heimatland verfolgt, misshandelt oder gefoltert wurden, sind nicht nur physische Verletzungen ihre Begleiterscheinungen, sondern oft auch posttraumatische Belastungsstörungen.

Besonders Frauen und Mädchen erleben im Heimatland oder auf der Flucht eine ganz andere Form der Gewalt als Männer. Sie sind Opfer von Vergewaltigungen oder Prostitution und leiden verstärkt unter Geschlechtskrankheiten.

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