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Rommerskirchen: Kicker fürchten um Kunstrasen

Rommerskirchen : Kicker fürchten um Kunstrasen

Der TV Rommerskirchen will am Nettesheimer Weg zumindest eine "abgespeckte" Laufbahn. Die Fußballer der SG Rommerskirchen/Gilbach befürchten, dass dies zu teuer wird und das Projekt Kunstrasen hieran scheitern könnte.

Darüber, wie groß eine neue Laufbahn sein sollte, will Günter Debets mit sich reden lassen. Keinen Zweifel jedoch lässt der Vorsitzende daran, dass der Turnverein Rommerskirchen (TVR) darauf beharrt, dass auch ein Kunstrasenplatz am Nettesheimer Weg von einer Laufbahn umgeben sein sollte.

Dies hat Debets auch in einem Gespräch mit der SG Rommerskirchen/Gilbach deutlich gemacht, die auf dem Sportplatz am Nettesheimer Weg auch ohne Kunstrasen leben könnte.

Günter Debets beruft sich auf Gespräche, die 2009 unter anderem mit der Verwaltung geführt worden seien: Damals habe es ein "Ja" zu einer Laufbahn in "abgespeckter Form" gegeben. "Wir unterstützen das Projekt Kunstrasen, wenn es eine zweispurige Laufbahn in irgendeiner Form geben sollte, sei sie nun 400 oder nur 300 Meter lang", beschreibt Debets die Haltung des TVR. Für die haben die Fußballer der SG Verständnis, wie deren stellvertretender Vorsitzender Axel Neef betont: "Wir haben bei unserem Planungsbüro nachgefragt", sagt Neef.

Demnach wäre es zweifellos möglich, eine Laufbahn anzulegen. Was jedoch zunächst einmal ein technisches Problem aufwerfen würde: "Das geplante Kleinspielfeld für die F-Jugend und die Bambinis müsste dann noch kleiner werden, während der große Platz größer würde", erläutert Axel Neef. Noch viel gravierender ist jedoch die Sorge der Fußballer, "dass dadurch die Kosten so hoch würden, dass der Rat nachher gar keine Entscheidung trifft".

Selbst die kostengünstigste Lösung mit einer qualitativ eher bescheidenen Laufbahn würde Neef zufolge "mindestens 140 000, wenn nicht 160 000 Euro kosten". Demgegenüber könnte für deutlich weniger Geld die Laufbahn auf dem Sportplatz in Nettesheim in Schuss gebracht werden, ist Neef überzeugt. Ein Verzicht auf das Kleinspielfeld sei für die SG nicht möglich: " Wir brauchen diesen Platz. Wir haben 16 Mannschaften. Tendenziell werden wir größer, zumal wir auch den Frauen- und Mädchenfußball fördern wollen." Was die Finanzierung des Kunstrasenprojekts angeht, laute die Devise bei der SG laut Neef "Jetzt oder nie. Der Zinssatz liegt zurzeit unter zwei Prozent." Bis allerspätestens kommenden Februar brauche das vom Verein ins Auge gefasste Unternehmen eine verbindliche Zusage, damit ab Sommer 2013 auf Kunstrasen gespielt werden könne.

(S.M.)