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Rommerskirchen: CDU: Kunstrasen mit Laufbahn

Rommerskirchen : CDU: Kunstrasen mit Laufbahn

Die Sportabzeichen-Gruppe des Turnvereins Rommerskirchen und die CDU wollen, dass ein Kunstrasenplatz mit einer Laufbahn ausgestattet wird. Dies soll jedoch nicht zu Lasten der Fußballer gehen, sagt die Spitze der CDU.

Ganz so leicht, wie es noch kürzlich im Rat den Anschein hatte, wird sich dessen am 4. Oktober tagender Arbeitskreis Kunstrasen wohl nicht tun: An der Frage, ob der Sportplatz am Nettesheimer Weg auch weiterhin mit einer Laufbahn ausgestattet werden soll, scheiden sich nämlich die Geister.

Vehement dafür, dass auch ein künftiger Kunstrasenplatz von einer Laufbahn umgeben werden soll, plädiert jedenfalls Horst Püschel. Er ist beim Turnverein (TV) Rommerskirchen für das Training und die Leistungsprüfungen des Sportabzeichens zuständig. Mit dem jüngst im Rat anvisierten Umzug auf den Sportplatz in Nettesheim mag sich Püschel nicht abfinden: "Der Platz ist ein noch größerer Acker als der in Rommerskirchen." Unterstützung erhält die Sportabzeichen-Gruppe des TVR von der CDU. Fraktionschef Stephan Kunz und der designierte CDU-Vorsitzende Michael Willmann sprechen sich gleichfalls nachdrücklich gegen den Verzicht auf eine Laufbahn am Nettesheimer Weg aus.

Die Gemeinde würde sich so "alle möglichen Optionen für die Zukunft verbauen", verweisen Kunz und Willmann unisono darauf, dass es dann keinen Sportplatz mehr gäbe, auf dem Leichtathletik betrieben werden könnte. Was durchaus Probleme mit den Fußballern der SG Rommerskirchen/Gilbach aufwerfen könnte: Die planen neben dem großen Kunstrasenplatz auch mit einem Mini-Spielfeld, das es bei der DJK Hoeningen gleichfalls gibt. Für eine Laufbahn könnte es angesichts dessen eng werden.

Weder Horst Püschel noch die beiden CDU-Vertreter wollen allerdings die Maximallösung. "Es muss keine wettbewerbsfähige Laufbahn sein", sagt Willmann, dem zufolge auch eine zweispurige Bahn ausreichen würde. Die Sportabzeichen-Gruppe, zu der auch der TVR-Ehrenvorsitzende Hans Bodenstein zählt, könnte mit einer solchen Lösung leben. Püschel zufolge würde sie auch zustimmen, wenn der bisherige Platz fürs Kugelstoßen an die Weitsprungrube verlegt würde.

Püschel verweist darauf, dass auch in diesem Jahr wieder über 70 Bewerber das Deutsche, beziehungsweise Bayerische Sportabzeichen abgelegt haben: "Damit ist der Turnverein weiterhin Spitzenreiter im Kreis." Kunz zufolge "sind wir keineswegs gegen die Fußballer". Immerhin stamme der ursprüngliche Antrag pro Kunstrasen von der CDU. Die Union will sich jedenfalls für einen großen wie einen kleinen Kunstrasenplatz sowie eine gegebenenfalls abgespeckte Laufbahn stark machen und hat ihrer Vorstellungen inzwischen auch dem Vorstand der SG Rommerskirchen/Gilbach erläutert. Offen ist einstweilen die Kostenfrage: Im "Hoeninger Modell", an dem sich die SG orientieren will, gab es von vornherein keine Laufbahn.

(NGZ/rl)