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Rommerskirchen: Neubau der K 26 ist in Sicht

Rommerskirchen : Neubau der K 26 ist in Sicht

Die seit langem geplante Entschärfung der Kreisstraße 26 sowie der geplante Bau eines Radwegs kehren womöglich schon bald auf die Tagesordnung zurück. Laut SPD-Fraktion hat der Kreis weitere Planungskosten bereitgestellt.

Seit Jahren wird der Neubau eines Radwegs entlang der Kreisstraße 26 zwischen Evinghoven und Deelen im Rahmen des Radwegeprogramms im Rhein-Kreises Neuss diskutiert. Vor rund zweieinhalb Jahren schien die Realisierung des Projekts ganz nahe.

Probleme beim nötigen Grunderwerb führten jedoch dazu, dass die vom Ingenieurbüro Isaplan entwickelte Planung inklusive des fertigen Förderantrags erstmal wieder in der Schublade verschwand — obwohl sie bereits in den zuständigen Gremien von Kreis und Gemeinde präsentiert worden war.

Wasser staut sich

Inzwischen gibt es einen neuen Anlauf: Dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Martin Mertens zufolge hat der Kreis weitere Planungskosten bereitgestellt. Auch der notwendige Landkauf scheint mittlerweile nicht mehr unmöglich zu sein. Für Mertens, der auch Kreistagsabgeordneter ist, "ist der Weg damit frei für die Entschärfung der Kurve und den Bau des Radwegs". Die Gemeinde ist schon lange daran interessiert, die Kurven in diesem Bereich verkehrstechnisch zu entschärfen. Zudem sollte es aus ihrer Sicht einen Kanalanschluss für die überaus prekäre Entwässerung geben.

In der 90-Grad-Kurve an der Abzweigung zum Rosenhof in Deelen staut sich das Wasser bei starkem Regen oft tagelang. Insbesondere für Auto- und Motorradfahrer, aber auch für Radfahrer ergibt sich hieraus ein deutliches Gefahrenpotenzial. Dieser Bereich gilt als die letzte derart schmale und scharfe Kurve im Kreisgebiet. "Durch die Tieflage der K 26 sind Radfahrer für Autofahrer erst im letzten Augenblick sichtbar, weshalb das Radfahren hier sehr gefährlich ist", sagt Mertens. Erst vor wenigen Tagen wurde ein Teil des in Hanglage befindlichen Straßenbanketts heruntergerissen und verschmutzte die Straße. Fahrzeuge mussten zeitweilig auf die Gegenfahrbahn ausweichen.

"Wir sind guter Dinge", bestätigt der zuständige Kreisdezernent Karsten Mankowsky, der sich allerdings zu Grundstücksfragen nicht äußern will. Offen ist Mankowsky zufolge derzeit auch noch, ob zwischen Evinghoven und Deelen ein Kreisverkehr angelegt wird, oder ob es eine andere Lösung geben soll, die K 26 zu entschärfen. Die Planung müsse jedenfalls weiter verfeinert werden, stellt der Kreisdezernent fest.

Auf eine konkrete Zeitangabe will sich Mankowsky nicht festlegen. Während Mertens eine Realisierung im Jahr 2017 für realistisch hält, spricht Mankowky davon, das Vorhaben "so schnell wie möglich" zu realisieren.

(NGZ/rl)