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Rommerskirchen: 28 Seniorenwohnungen geplant

Rommerskirchen : 28 Seniorenwohnungen geplant

Neben dem St. Elisabethhaus sollen 21 altersgerechte Wohnungen und sieben Appartements entstehen. Der Investor wartet noch auf die Baugenehmigung vom Kreis. Im November 2013 könnten die Wohnungen fertig sein.

Wilhelm Wrede will lieber heute als morgen mit seinem Projekt starten: "Den Bauantrag haben wir vor fünf Wochen gestellt", sagt der Inhaber der Firma Wrede Gesundheitsbau. "Wenn wir die Genehmigung haben, kann es losgehen." Neben dem Caritashaus St. Elisabeth will er das Projekt "Betreutes Wohnen" verwirklichen — das bislang erste seiner Art in Rommerskirchen.

In sieben Wohneinheiten sollen 21 Wohnungen (52 bis 76 Quadratmeter) und sechs Appartements (36 und 48 Quadratmeter) entstehen. Die Wohnungen werden mit Terrasse, Balkon und Pkw-Stellplätzen vor dem Gebäude ausgestattet sein. Die bisherige Nachfrage sei groß: "Etwa die Hälfte der Wohnungen ist bereits vergeben; das heißt verkauft oder vermietet", berichtet Wrede.

Der in Ense im Kreis Soest ansässige Investor hat in seiner Heimatgemeinde bereits "zwei annähernd baugleiche Objekte" realisiert. Zuletzt kam Besuch aus Rommerskirchen und der Umgebung: "Die Leute haben sich hier schon einmal ansehen können, wie sie später wohnen werden." Im März hatte der Investor das Vorhaben im Rat präsentiert, der im August den Bebauungsplan verabschiedete. Erteilt der Rhein-Kreis Neuss demnächst die Baugenehmigung, könnten die Wohnungen im November 2013 bezugsfertig sein. Die Miete liegt bei elf Euro pro Quadratmeter zuzüglich Nebenkosten. Geheizt wird mit Holzhackschnitzeln. Wer eine Wohnung kaufen will, muss 2150 Euro pro Quadratmeter zahlen, hieß es im Rat.

Über dieses Projekt hinaus haben Senioren derzeit gute Chancen auf eine Wohnung in der Gemeinde: In dem von Ex-Fußballer Paul Breitner geplanten Altenheim an der Venloer Straße soll es 32 seniorengerechte Wohnungen (55 bis 97 Quadratmetern) geben — vorgesehene Miete: zehn bis elf Euro. Der demografische Wandel hat sich während des vergangenen Jahrzehnts spürbar verstärkt: Schon als vor fast auf den Tag genau elf Jahren die Ratsentscheidung für den Bau des St. Elisabethhauses fiel, waren seniorengerechte Wohnungen ein Thema: Entstehen sollten sie damals in Rathausnähe oder neben dem künftigen Seniorenheim; die Caritas hatte sich damals bereits die jetzt kurz vor ihrer Bebauung stehende Fläche gesichert. Die Pläne verschwanden allerdings wegen des nur geringen Interesses zunächst in der Schublade.

Für Hans Werner Reisdorf, den Chef der Caritas-Seniorendienste, ist das nun von der Wrede Gesundheitsbau zu realisierende Projekt nur ein folgerichtiger Schritt: Bei allen Altersheimen, die die Caritas im Kreisgebiet betreibt, gibt es in der Nachbarschaft seniorengerechte Wohnungen.

(NGZ/ac)